Verschiedene Themen

Webseite durchsuchen

Heilslehre klein

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung der  wichtigsten Zahlen in der Bibel. Insbesondere geht er auf die Zahlensymbolik in Hesekiel 40-48 ein.


 (nach Karl-Hermann Kauffmann, mit Ergänzungen des Schreibers)

Download als PDF

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Allgemeiner Überblick
3. Weitere Bedeutungen
   3.1 Die Tore Jerusalems in Nehemia 3 (nach K.H. Kauffmann)
   3.2 Hesekiel 40-48 (nach K.H. Kauffmann, mit Ergänzungen des Schreibers)
      Kapitel 40
      Kapitel 41
      Kapitel 42
      Kapitel 43
      Kapitel 44
      Kapitel 45
      Kapitel 46
      Kapitel 47
      Kapitel 48

 

1. Einleitung

Jedem aufmerksamen Leser der Heiligen Schrift fällt bereits nach kurzer Zeit auf, dass die Bibel eine große Menge von Zahlen enthält. Einerseits betreffen diese Zahlen natürlich die Kapitelgliederung der einzelnen Bibelbücher. Sie dienen der Strukturierung des Textes und sind nach Übereinkunft der wichtigsten Bibellehrer unserer Zeit nicht vom Geist Gottes inspiriert. Die Kapitelzählung variiert demnach auch in verschiedenen Bibelfassungen.

Eine weitere Gruppe von Zahlenangaben befindet sich im eigentlichen Bibeltext. Diese Zahlen müssen wörtlich genommen und möglichst genau analysiert werden. Dies betrifft vor allem die Angaben zur Bibelchronologie. Wir verweisen hierzu auf zwei Texte auf unserer Website: www.DieLetzteStunde.de. Erstens: „Esra, Nehemia und Esther in der Chronologie“. Zweitens: „Das Buch 1. Mose – Keine Phantasie, sondern Wirklichkeit“.

Eine dritte Gruppe von Zahlen im Bibeltext muss entweder symbolisch oder geistlich ausgelegt werden. Hierzu gehören beispielsweise die Zahlen in etlichen Gleichnissen des Herrn oder auch die Zahlen in den Brotvermehrungen der Evangelien. Die Zahlenangaben in der Offenbarung müssen ebenfalls dieser Gruppe zugeordnet werden.

Ganz besonders deutlich tritt die Notwendigkeit der geistlichen Auslegung der Zahlen in Hesekiel 40-48 zutage. In diesen Kapiteln geht es um die Tempelvision des Propheten. Zahlreiche Ausleger haben den Versuch unternommen, diese Vision wörtlich zu interpretieren. Ihre Auslegungen haben bis zu Entwürfen verschiedener graphischer „Tempelmodelle“ geführt. Die Zahlenangaben Hesekiels wurden zur Erstellung der Modelle in metrische Maße umgerechnet. Durch diese Umrechnung ging die geistliche Botschaft der Vision Hesekiels leider vollständig verloren. Bei den Modellen handelt es sich um intellektuelle Konstruktionen, welche auf einer verstandesmäßigen Deutung anstatt auf einer geistlichen Auslegung der Heiligen Schrift basieren.

Die vorgenannten Modelle wurden nach Ansicht der sie vertretenden Lehrer dem heute noch zukünftigen Tausendjährigen Reich zugeordnet, in welchem der Herr Jesus Christus vom heutigen irdischen Jerusalem aus über die ganze Erde herrschen soll. Bezüglich dieses Tausendjährigen Reiches verweisen wir auf einen weiteren Text auf unserer Website www.DieLetzteStunde.de unter dem Titel: „Die kurze Zeit des Endes – Gottes letzte Wegstrecke mit dieser Welt“.

Dem Schreiber des vorliegenden Textes ist derzeit national und international nur eine Auslegung der Tempelvision Hesekiels bekannt, welche eine überzeugende geistliche Deutung dieser Vision darstellt. Sie stammt von dem deutschen Prediger und Bibellehrer Karl-Hermann Kauffmann aus Albstadt-Tailfingen. Sie wurde im Internet als eine Predigtreihe veröffentlicht: „Der Tempel in Hesekiel“.

Der Schreiber hat von Herrn Kauffmann die Erlaubnis erhalten, die Inhalte der Predigtreihe in abgekürzter Form schriftlich zu veröffentlichen und gegebenenfalls auch mündlich an andere Christen weiterzugeben. Die betreffenden Teile des noch folgenden Textes sind gekennzeichnet mit dem Vermerk: Nach Karl-Hermann (oder K.H.) Kauffmann.

Zunächst soll jedoch noch ein allgemeiner Überblick über die geistlichen Bedeutungen der wichtigsten Zahlen in der Bibel gegeben werden.

 

 

2. Die wichtigsten Zahlen in der Bibel

1 | Untrennbarkeit, Absolutheit, Einheit. Der eine Gott. Sein einiges Volk. Die Einheit Gottes mit seinem Volk. Auch die Zahl der Anfänge.

2 | Vereinigung oder auch Teilung. Gemeinschaft oder auch Trennung (Gott, Welt). Auch die Zahl des Zeugnisses: zwei Zeugen, oder auch Zeuge/Hörer.

3 | Die göttliche Vollständigkeit. Die Dreiheit im Menschen (Leib, Seele, Geist). Auch die Wirkung Gottes am ganzen Menschen, an Geist/Seele/Leib. Auch die Auferstehung (am dritten Tag). Besonders aber die Wirkungsweise Gottes: vom Vater, durch den Sohn, vermittels des Heiligen Geistes.

4 | Die Zahl der Schöpfung, der Welt und der Weltlichkeit (vier Himmelsrichtungen, vier Winde, vier Enden der Erde, vier Jahreszeiten). Die Vollzahl der geschaffenen Dinge. Vollständigkeit. Zahl der Verantwortung Gottes und des Menschen (vier Evangelien von Gott für den Menschen).

5 | Gnade und Erlösung: Fünf Finger an der ausgestreckten rechten Hand Gottes. Fünf Finger an der Hand des Menschen, der die Hand Gottes ergreift.

6 | Zahl des Menschen, am sechsten Tag erschaffen. Zahl des sterblichen Menschen, des Enosch, aber auch Zahl des Sünders und des Antichristen (666).

7 | Die Vollkommenheit Gottes in seinem Wesen und in seinem Handeln.

8 | Neuanfang, Auferstehung am achten Tag. Acht Menschen in der Arche. Der auferstandene Herr im Garten am achten Tag, dem ersten Tag der neuen Woche. Der Herr Jesus selbst: 888 nach dem Zahlenalphabet der Hebräer, so wie der Antichrist die 666 hat. Das achte Los für Abija, aus dessen Abteilung Zacharias kam, der Vater von Johannes dem Täufer, dem Propheten des Neuanfangs und des Neuen Bundes in Israel. Beschneidung am achten Tag als Hinweis auf die geistliche Beschneidung des Herzens im Neuen Bund. Die neue Schöpfung.

9 | Zahl der Frucht und des Fruchttragens (Schwangerschaft mit neun Monaten). Wirkungen des Heiligen Geistes: Frucht und Gaben sind neun. Geburt. Das neue Leben bricht nach außen durch und erkennt das Licht.

10 | Das Gesetz und die göttlichen Ordnungen (zehn Gebote). Gnade und Verantwortung (5+5) als geistliches Prinzip: Die Hand des Menschen muss die ausgestreckte Hand Gottes ergreifen. Die Herrschaft Gottes.

11 | Gnade und Rettung für den Menschen (5+6), aber auch Rebellion (Babel in 1Mo 11). Eine ambivalente Zahl.

12 | Das Volk Gottes im Alten Bund (12 Stämme Israels) und im Neuen Bund (die Gemeinde mit 12 Aposteln). Die Tore und die Grundsteine der Stadt Gottes in Off 21.

13 | Gnade (5) und Neuschöpfung (8): Errettung (5+8). Zahl der liebenden Gemeinschaft: Der Herr und seine 12 Apostel nach der Himmelfahrt und der Wahl von Matthias in Apg 1, ebenso die Liebe in 1Kor 13. Ambivalenz: Judas, die 13. Person vor der Kreuzigung des Herrn und die Tiere in Off 13.

14 | Die Vollzahl Gottes in seinem Wesen und in seinen Wegen, sein Handeln in der Welt nach seinem Willen: 7+7. 3x14 Generationen in Mt 1 gemäß Gottes (3) Handeln gemäß seiner Vorsehung (14) von Abraham bis zum Messias.

15 | Gott (7) als alleiniger vollkommener Schöpfer (8): 7+8. Die Gnade (5) Gottes (3) in seinen Wegen: 5x3.

18 | Prinzip der Vollkommenheit im Wirken des Heiligen Geistes: 9+9, also Frucht und Gaben. Ambivalenz: 6+6+6, also der Antichrist.

20 | Zum Gesetz (10) und zum Zeugnis (2), also 10x2! Außerdem die Vollumfänglichkeit (4) der Gnade (5), also 4x5.

28 | 4x7: Die Vollgültigkeit (4) des vollkommenen Willens Gottes (7). Nur so will Gott es haben. Und genauso wird es auch am Ende sein.

30 | 5x6: Gnade (5) für den Menschen (6), ähnlich wie bei der 11. Hier ist es aber nicht 5+6. Das Plus deutet auf ein Prinzip hin. Das Mal deutet die praktische Auswirkung des Prinzips an. Die praktische Auswirkung der Gnade (5) Gottes für den Menschen (6) ist geistlich gedeutet die Wiedergeburt mit der 30 (nach K.-H. Kauffmann). Siehe hierzu auch Hesekiels Tempel.

40 | Zahl der Prüfung und der Reinigung/Vorbereitung durch diese Prüfung. Dreimal 40 Jahre bei Mose (Ägypten/Midian/Wüste). 40 Jahre für das Volk in der Wüste. 40 Jahre Evangeliumsverkündigung in Israel vom Kreuz bis zur Zerstörung Jerusalems. Außerdem 5x8: Gnade (5) mal Neuschöpfung (8). Die Gnade Gottes erschafft neues Leben in uns (Neugeburt) und erschafft Heiligkeit in uns. Dies geschieht durch Prüfungen.

42 | Vollkommene Versöhnung zwischen Gott und Mensch (7x6).

48 | 4x12: Vollständigkeit (4) des Volkes Gottes (12), die ganze Gemeinde.

49 | Zusammengesetzte Vollkommenheit (7x7) im Wesen und in den Wegen Gottes. Der Segen Jakobs an die Söhne in 1Mo 49. Die vollkommene Menschheit und Gottheit des Messias in Jes 49.

50 | Die Wirkung des Heiligen Geistes in Fülle, Pfingsten (das Wochenfest, die Weizenernte 50 Tage nach Passah), der volle Weizen in der Ähre.

60 | 2x30: Gemeinschaft (2) der Gläubigen mit Gott durch die Wiedergeburt (30). Ebenso die Gemeinschaft (2) untereinander und die Trennung von der Welt durch die Wiedergeburt (30).

70 | Die Zahl des Königtums Gottes in seiner Herrschaft über die Nationen und im Gericht über die Nationen. 70 Nationen in 1Mo 10. 70 Jahrwochen. 70 Jahre babylonische Gefangenschaft. 70 Jünger ausgesandt vom Herrn, um zu heilen und das Evangelium vom Reich zu verkündigen. Außerdem: 2x5x7, das ist praktische Gemeinschaft (2) aus Gnade (5) mit Gott (7) in den vollkommenen Wegen Gottes. Verantwortlicher Wandel des wiedergeborenen Gläubigen unter der Gnade (2x5) im Licht vor Gott (7). Auch die verantwortungsbewusste und gnädige (5) Gemeinschaft zweier Gläubiger (2) im Licht vor Gott (7). Auch die Trennung (2) dieser Gläubigen von der Welt und ihr gemeinsames Zeugnis (2) in Gnade (5) vor Gott (7).

90 | 2x5x9: Verantwortliche Gemeinschaft (2) des Gläubigen mit Gott und der Gläubigen untereinander unter der Gnade (5), gewirkt durch den Heiligen Geist, durch seine Frucht (9). Fruchtbringen in Gemeinschaft.

100 | 2x50: Praktische Gemeinschaft (2) des Gläubigen in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (50) mit Gott und mit den anderen Gläubigen.

144 | 12x12: Die Gemeinde Gottes im Alten und im Neuen Bund: 12 x 12 (Stämme im AT und Apostel im NT). Die Mauer der ewigen Stadt Gottes in Off 21 mit 144 Ellen Höhe.

153 | 3x3 plus 12x12. Zahl der Fische im Netz der Apostel in Joh 21. Der Fang der Menschenfischer. Der dreieinige Gott für das irdische Israel und die Nationen (3x3) und seine Geretteten aus den irdischen Juden und den Nationen (12x12), also die gesamte Gemeinde des ewigen Bundes bis zum Ende.

250 | 5x50: Gnade (5) in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (50).

300 | 6x50: Die Erfüllung des Menschen (6) mit dem Heiligen Geist (50). Die Fülle des Heiligen Geistes im Menschen, sein Pfingstereignis (50) und die völlige Sicherheit des Gläubigen in Christus. Das Ellenmaß der Arche: 300x50x30 Ellen. Schutz des geisterfüllten Menschen vor dem Gericht (300 und 50) infolge der Neugeburt (30).

500 | 2x50x5. Gemeinschaft (2) aller Gläubigen in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (50) aus Gnade (5).

1000 | Dreifache Vollständigkeit des Gesetzes Gottes (10) im Menschen. Gott heiligt den Menschen völlig. Heiligkeit. Christusähnlichkeit. 10x10x10: Die Maße des Allerheiligsten in der Stiftshütte Israels.

5000 | Gnade (5) in Heiligkeit (1000).

10.000 | 2x5x1000. Gott in Gnade und der Mensch in Verantwortung gehören im geistlichen Leben zusammen in vollkommenem Segen und Heiligkeit.

Außerdem die Zahl für die Engel Gottes in Ps 68,18: „Gottes Wagen sind 10.000 x 10.000…“. Der Knecht Elisas sah diese feurigen Wagen in 2Kö 6,17. Die Heiligen Zehntausende in Jud 14, also das Engelheer Gottes, wird mit dem Herrn am Himmel erscheinen an Seinem Tag, und jedes Auge wird sie sehen.

Außerdem auch die Engel Satans aus dem Abgrund in Off 9,16-19. Dort sind es 2 x 10.000 x 10.000 Dämonen mit Löwenköpfen (der brüllende Löwe aus 1Pe 5,8) und mit giftigen Schwänzen (falsche Prophetien und Propheten nach Jes 9,14). Diese Dämonen sind nicht dem allmächtigen Gott des Himmels und der Erde völlig hingegeben (1000) und leben mit Ihm in Gemeinschaft 2x5x1000=10.000), sondern dem Gott dieser Welt, dem Satan. Sie töten ein Drittel der Menschen, so wie auch ein Drittel aller Engel in Off 12,4 den Lügen des falschen Propheten Satan nachgefolgt und gefallen sind.

Den verführten Menschen blüht das gleiche Schicksal: Ein Drittel Tote. Diese Menschen haben sich ebenso zweifach dem Teufel hingegeben. Sie sind „Schandflecken, … Wolken ohne Wasser, … unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt, …“ (Jud 12). In dieser Deutung Gemeinschaft mit dem Satan und seinen Dämonen: zweimal 10.000 x 10.000. Einmal hier in diesem Leben und einmal in alle Ewigkeit!

12.000 | Die vollständige Heiligung (1000) des ganzen Volkes Gottes (12). Die Maße der Stadt in Off 21: 12.000 Ellen Länge, Breite und Höhe. Eph 2,17-19.

18.000 | 9+9 (Vollständigkeit der Gaben und der Frucht des Geistes) mal 1000 (vollständige Heiligkeit).

25.000 | 5x5x1000. Gnade (5) um Gnade (5) mit vollkommener Heiligkeit und Segen (1000). Hier kommt es zur praktischen Verwirklichung (nicht plus, sondern mal) des Prinzips.

144.000 | 12x12x10x10x10 oder: 12x12x1000. Die Gesamtzahl der Geretteten und vollständig Geheiligten Gottes aus dem Alten und dem Neuen Bund. Die Vollzahl aller Erretteten. Symbolisiert in Off 7 als kämpfende Gemeinde auf der Erde, in Off 14 als verherrlichte Gemeinde im Himmel.

200.000.000 | 2 x 10.000 x 10.000. Siehe unter 10.000. Menschen, Engel, Dämonen. Siehe auch Mt 25,41: Die Hölle als ewiger Verbleib für den Satan, seine Dämonen und die Verlorenen. Schrecklich!

 

 

3. Weitere Bedeutungen

Das Allerheiligste mit der Bundeslade: Der Herr Jesus Christus (im Tempel Salomos und in der Stiftshütte). Die 10 Gebote in der Lade: Das Gesetz im Inneren des Herzens des Herrn zuerst und danach auch der Christen im Neuen Bund. Der blühende Stab Aarons: Der Herr ist die Auferstehung und das Leben. Der Krug mit dem Manna: Das Brot aus dem Himmel, welches ebenfalls der Herr Jesus Christus selbst ist nach Johannes 6.

Der Sühnedeckel: Das Haupt im Himmel. Der Herr Jesus Christus (Rö 3,25).

Die ganze Stiftshütte: Der ganze Leib mit dem Haupt, die Gemeinde vorgeschattet (2Mo 25-40).

Der Tempel Serubbabels (nach K.H. Kauffmann): Der Tempel wird gleichgesetzt mit der Stadt, die Tore der Stadt sind gleichgesetzt mit den Toren des Tempels. Die Tore sind gedeutet als Wege zu Gott, als Zugänge zum Tempel. Keine Bundeslade, kein Gebäude wird beschrieben.

Der Hesekieltempel (nach K.H. Kauffmann) symbolisiert das Werk der Erlösung im Menschen. Es ist der in Zahlen/Maßen symbolisierte Weg von der Erweckung bis zur völligen Heiligung des Gläubigen (Erfüllung mit dem Geist, Schwimmen im Strom des lebendigen Wassers).

 

 

3.1 Die Tore Jerusalems in Nehemia 3 (nach K.H. Kauffmann)

Schaftor | Eintritt in die Stadt durch Bekehrung/Wiedergeburt. Der Herr ist die Tür der Schafe, es geht nur durch ihn. Die enge Pforte. Wer eingetreten ist, soll auf keinen Fall mehr durch dasselbe Tor oder durch die anderen Tore hinausgehen. Alle Tore können nur von innen geschlossen und wieder geöffnet werden. Hinausgehen durch das Schaftor symbolisiert den völligen Abfall nach Hebr 6, wo der ehemals Gläubige seinen ganzen Glauben widerruft und ihn bewusst verlässt. An diesem Tor stehen zwei Türme zur Bewachung. Dies symbolisiert die Wichtigkeit, beim Herrn zu bleiben, ihm in geistlicher Wachsamkeit anzuhängen und ihn niemals zu verlassen. Die beiden Wachtürme stehen symbolisch für äußerste geistliche Wachsamkeit.

Fischtor | Hier wird die Nahrung in die Stadt gebracht. Ebenfalls ein Symbol für die Errettung, denn die Evangelisten sind Menschenfischer. Hinausgehen kann analog zum Schaftor geschehen werden, aber auch weil keine Nahrung (Fische und Brot) gegeben wird und der Glaube des neuen Christen verhungert.

Altes Tor | Rückkehr zu den alten Wegen: den Wegen der Schrift, den Wegen der Apostel, den Wegen früherer Generationen von Gläubigen, welche nach dem Wort in Absonderung und Heiligung lebten. Verlassen der Stadt durch dieses Tor symbolisiert Abgleiten der Christen in die Weltlichkeit, Mitgehen der Christen und der Gemeinschaften mit dem Zeitgeist, Veränderung des Wortes Gottes nach den Vorgaben der modernen Zeit. Verwässerung des alten Evangeliums und der alten Heilslehre.

Taltor | Zubereitung und Heiligung der Gläubigen durch Leiden und Züchtigung. Segen kommt aus dieser Prüfung hervor. Manchmal auch Vereinsamung, Isolation, Krankheit, Schwächung, Verfolgung. Das Tal des Elends (Achor) wird zum Tor der Hoffnung. Das Reden Gottes zu dem Herzen in der Wüste führt zur Rückkehr im Segen. Die Verfolgungen und Drangsale stärken den Glauben. Apg 14,22. 2Tim 3,12. Hos 2,17. Jer 48 (die Hefen Moabs werden umgewendet). Hinausgehen aus diesem Tor symbolisiert den Abfall infolge der Verweigerung der göttlichen Zucht. Kein Ausharren, kein Darunterbleiben, keine geistliche Frucht. Erziehung und Wachstum zu Christus hin bedeutet Zucht (Tit 2,11-12) und Gehorsam. Der Weg bis zum nächsten Tor beträgt 1000 Ellen: ein vollständiger Schritt in der Heiligung.

Misttor | Weitere Reinigung des Lebens, weitere Heiligung unter der gnädigen Wirkung des Heiligen Geistes. Hinausgehen symbolisiert den Rückfall in alte Sünden oder das Festhalten an liebgewordenen Sünden. Dadurch gehen Hoffnung und Rettung verloren. 1Joh 3,1-3. Ebenso Gemeindezucht: Hinaustun.

Quelltor | Ps 87,5. Joh 7,37-39. Nach der Reinigung fließt die Quelle des lebendigen Wassers. Auch hier ein Wachturm, der obere Turm. Wer im Geist weiterwandeln will, muss wachsam beim Herrn bleiben. Das Fleisch muss im Tod gehalten werden. Das ist der Weg des Kreuzes.

Wassertor | Im Prinzip dieselbe Bedeutung für den weiteren Weg des Gläubigen durch die Welt. Der Weg in Reinheit und Reinigung. Wer ihn verlässt und sich wieder verunreinigt ohne Buße zu tun, der geht durch dieses Tor und/oder durch das Quelltor wieder hinaus.

Rosstor | 1Kor 4,20. 2Kor 12,9: Kraft des Gläubigen in Schwachheit. Die Kraft Gottes durch seinen Heiligen Geist, und nicht durch die Anstrengung des Gläubigen in eigener Kraft. Der Herr tut das Werk. Der Gläubige wird als ein Werkzeug vom Herrn gebraucht, aber nie in seiner eigenen Kraft. Das gilt für alle Gaben und Funktionen im Reich Gottes und in der Stadt/im Tempel.

Osttor | Aufgang der Sonne der Gerechtigkeit im Osten. Hervorbrechen des Wassers des Lebens unter der Schwelle. Es ist der Herr selbst („Ich bin die Tür!“). Erkenntnis des in dem Gläubigen lebenden Herrn, Fülle des Geistes. Dieses Tor bleibt geschlossen. Nur der Herr selbst ist durch dieses Tor in das Heiligtum eingegangen, als er sein Werk vollbrachte. Kein Gläubiger kann ihm auf diesem Weg folgen. Das Osttor steht zentral in Hes 40-48: Es geht dort um den Herrn.

Tor Miphkad | Wachsamkeit, Prüfung. Wachet und betet. Achtet auf euren Wandel. Prüfet die Geister. Dann wieder zurück zum Schaftor. Am Ende des Weges ist der Gläubige sich ganz neu wieder der Tatsache bewusst, dass er ein Schaf des guten Hirten ist.

 

 

3.2 Hesekiel 40-48 (nach K.H. Kauffmann, mit Ergänzungen des Schreibers)

Das Thema des gesamten Abschnitts ist folgendes: Der Hesekieltempel symbolisiert das geistliche Werk der bereits auf Golgatha geschehenen Erlösung im Menschen. Es geht hier nicht darum, ob ein Gläubiger verlorengehen kann oder nicht. Es geht nur um den Glaubensweg. Man sieht hier – anders als in der Stiftshütte und im Salomotempel – keine Bundeslade, keinen Sühnedeckel, keinen Hohepriester. Das Werk des Herrn Jesus Christus wird bereits als geschehen angenommen.

Der Hesekieltempel ist der in Zahlen und Maßen symbolisierte Weg von der Erweckung bis zur völligen Heiligung (Erfüllung mit dem Geist, Schwimmen im Strom des lebendigen Wassers) des Gläubigen. Es geht um den Wandel des Gläubigen im Gehorsam nach den Geboten und Bedingungen des Herrn, den Wandel im Geist bis zur Erfüllung mit dem Geist. Das Osttor (der Herr selbst) steht im Mittelpunkt. Es dreht sich alles um IHN.

Kapitel 43,10-11: „Du aber Menschensohn, beschreibe dem Haus Israel diesen Tempel, damit sie sich ihrer Missetaten schämen (Buße); und lass sie den Bau messen. Wenn sie sich dann all ihrer Taten schämen, die sie begangen haben, so zeige ihnen die Form dieses Tempels und seine Einrichtung und seine Ausgänge und seine Eingänge und alle seine Formen und alle seine Satzungen, ja verkünde ihnen alle seine Formen und alle seine Gesetze und zeichne es vor ihre Augen hin, dass sie alle seine Formen und Satzungen behalten und es so machen (Rettung und Nachfolge).“

 

Kapitel 40

Dieses Kapitel beschreibt den Weg von der Erweckung bis zur Wiedergeburt. Es sollen kurze Gedanken zu verschiedenen Versen angeführt werden.

Vers 1: Die 25 ist Gnade über Gnade (5x5). Der Mensch ist in der Welt gefangen, er wird von Gott aus vollkommener Gnade angesprochen. Die 10 zeigt Gnade Gottes und Verantwortung des angesprochenen Menschen. Der Mensch muss die Hand Gottes ergreifen (5+5). Die 14 zeigt, dass dies alles in den vollkommenen Plänen Gottes geschieht (7+7). Es sind Gottes Wege.

Vers 2: Ein hoher Berg ist in der Bibel immer der Ort der Offenbarung von Gott. Dem Propheten wird eine Stadt gezeigt, welche nachfolgend als Tempel beschrieben wird. Die Stadt ist der Tempel, der Tempel ist die Stadt; es ist die Gemeinde. Der Tempel des Heiligen Geistes (der einzelne Gläubige und die Gemeinde) und das neue Jerusalem (das geistliche himmlische Zion).

Vers 3: Der Mann (der Herr) steht im Tor. An ihm kommt niemand vorbei. Er ist als erster durch das Tor gegangen. Das Erz symbolisiert die richterliche Macht des Mannes. Die Schnur aus weißem Leinen symbolisiert den Maßstab der Reinheit. Die Messrute in seiner Hand zeigt an, dass es sich um das Maß Gottes handelt, welches nicht verändert werden kann.

Vers 4: Der Menschensohn Hesekiel und auch jeder Mensch soll mit den Augen sehen und mit den Ohren hören, was ihm gezeigt wird. Das Bild des Tempels soll aufmerksam studiert und geistlich verarbeitet werden. Es soll auch an alle anderen weitergegeben werden.

Vers 5: Der Tempel ist von einer Mauer umschlossen. Der Mensch (6) der hier eintritt muss wissen, dass er sich von nun an nur noch innerhalb der Grenzen Gottes (1 Elle und 1 Handbreite an der Messrute) bewegen kann. Er muss die Kosten überschlagen, bevor er sich auf Gottes Angebot der Gnade völlig einlässt. Die Messrute hat 6 Ellen: Der Tempel ist nach dem Maß eines Menschen (6) gebaut, ja er besteht aus einzelnen Menschen.

Vers 6: Das Osttor, die schmale Pforte, der Herr Jesus, der einzige Eingang, der Weg zum Heil. Er ist die Tür (6+7: Mensch und Gott). Die Schwelle, deren Fundament eine Rute tief ist. Die 1 zeigt, dass hier Gott allein sagt, wen er durchlässt. Später kommt das Wasser des Lebens unter der Schwelle hervor. Sie zeigt auch an, wie tief der Herr selbst sich als Mensch gedemütigt hat, als er hindurchging. Auch der verlorene Mensch muss sich unter die Hand Gottes demütigen, er muss alles abgeben, wenn er eingelassen werden will. Er muss alleine kommen, nur eine Person kann eintreten.

Vers 7: Es gibt 3 Nischen mit 5 Ellen Abstand. Nischen sind Ruheplätze. Der Mensch kann sich auf dem Weg durch das Tor an von Gott (3) gegebenen verschieden Plätzen ausruhen und über die Gnade (5) genau nachsinnen. Er kann darüber nachsinnen, ob er von seinem natürlichen Menschsein (6) durch Gottes vollkommenes Wirken (7) in die Neuschöpfung (8) hineingeführt werden möchte. Gott spricht zwei- oder dreimal zu dem Menschen: 3 Nischen. Ruhe zur Besinnung von Gott (3) aus Gnade (5) gegeben.

Vers 9: Die Halle des Tores hat die 8. Das Tor führt in die neue Schöpfung hinein. Der Herr selbst hat im hebräischen Zahlenalphabet die 888, so wie der Antichrist die 666 hat. Die Annahme des Opfers führt zur Neuschöpfung (8) des Menschen. Hier ist äußerste Wachsamkeit (2 Wachtürme) geboten, damit man die Gnade zur Errettung nicht versäumt. Die Türme mit den 2 Ellen zeigen außerdem die mögliche Gemeinschaft (2) mit Gott an.

Vers 10: Wieder die drei Nischen. Siehe Vers 7.

Vers 11: Die Breite der engen Pforte ist 10 Ellen: Gnade und Verantwortung (5+5). Die Hand des Menschen (5) muss die ausgestreckte Hand Gottes (5) ergreifen. Die Länge der Pforte ist 13 Ellen: Die Gnade Gottes (5) führt zur Neuschöpfung (8) des Menschen (5+8), das Ergebnis ist die Wiedergeburt des Menschen (6) aus Gnade (5). 6x5=30. Der Weg führt einzig und allein durch die enge Pforte. Der Herr selbst ist die Tür: 6+7, Mensch (6) und Gott (7) in einer Person.

Vers 12: Wieder die Schwelle, diesmal an den Nischen, 1 Elle tief. Rechts und links eine Nische von 6 Ellen. Der Mensch (6) geht hier hindurch. Er kann ruhen und nachdenken in Gemeinschaft mit Gott oder einem Zeugen (2 Nischen).

Vers 13: 25 Ellen. Gnade über Gnade (5x5).

Vers 14: 2 Wachtürme (äußerste Wachsamkeit) von 60 Ellen Höhe. Achte auf das Zeugnis (2), das zur Wiedergeburt (30) führt: 2x30. Außerdem achte auf Gnade und Verantwortung (5+5=10): Die Hand des Menschen muss die ausgestreckte Hand Gottes ergreifen. Die Gnade Gottes gilt dem verantwortlichen Menschen (6): (5+5)x6.

Vers 15: 50 Ellen von der engen Pforte bis zum Tor der inneren Torhalle. Das volle Wirken des Heiligen Geistes (50) im Menschen von dem Eintritt durch Bekehrung bis zur Erfüllung des Heiligen Geistes, also bis zum persönlichen Pfingstereignis (50) im Geist des Gläubigen.

Vers 17: 30 Kammern auf dem Weg zum inneren Tor: 5x6. Gnade (5) für den Menschen (6) auf dem ganzen Weg bis zur Neugeburt (30), welche die praktische Auswirkung davon ist.

Vers 19: 100 Ellen durch den Vorhof: 2x50. Hier das Zeugnis (2) Gottes für den Menschen in der Fülle des Geistes (50).

Vers 22: 7 Stufen zum inneren Tor. Vollkommener (7) Weg Gottes zur Errettung. Die Errettung einzig und allein zu den Bedingungen Gottes. Palmenverzierungen als Bild für den Eingang in das Paradies Gottes.

Die Zahlen 25, also 5x5 (Gnade über Gnade), 50 (Erfüllung mit dem Geist) und 100 Zeugnis (2) Gottes für den Menschen in der Fülle des Geistes (50) wiederholen sich in den folgenden Versen. Sie liegen gewissermaßen an der Seite des Weges. Das Zeugnis Gottes im Herzen, die Gnade und der Heilige Geist begleiten den Menschen auf seinem gesamten Weg.

Vers 31: 8 Stufen im Aufgang zur inneren Halle. Die Stufen zur Neuschöpfung (8), zur neuen Geburt. Das zuvor gezeugte neue Leben bricht nach außen durch.

Vers 38: Das Brandopfer (völlige Hingabe des Menschen an Gott bei der Bekehrung) wird abgewaschen. Der Tod des alten Menschen, die Reinigung des Gläubigen von seinen Sünden in der Wiedergeburt.

Vers 39: 2 Tische, Tischgemeinschaft (2) mit Gott zur Zerlegung aller Opfer. Gott nimmt die persönlichen Opfergaben des Gläubigen an und hat Gemeinschaft (2) mit ihm.

Vers 41: 8 Tische. Der neugeborene Gläubige (8) kann nun geistliche Opfer darbringen in geistlicher Gemeinschaft mit Gott. Er ist jetzt ganz zum neuen Leben durchgedrungen und von Gott angenommen.

Vers 44: 2 Kammern für die Sänger (1+1). Gesang im Himmel über den erlösten Menschen und Gesang des Gläubigen im Kämmerlein. Gemeinschaft mit Gott.

Vers 45: Der Gesang der Gemeinde. Priester und Leviten in der Anbetung.

Vers 49: Halle von 20 Ellen: 2x10. Gemeinschaft (2) zwischen Gott und Mensch in Gnade und Verantwortung (5+5=10). 11: Gnade für den Menschen. 5+6.

Am Ende dieses Kapitels ist der Mensch von neuem geboren und gehört zur Gemeinde der Anbeter in der inneren Halle. Er hat den Vorhof der Welt aus Off 11,2 verlassen. Der Vorhof in Off 11,2 wird von den Nationen zertreten. Die Gemeinde leidet in der sichtbaren Welt. Dort steht in der Offenbarung der Altar ihres Opfers, das thysiasterion.

 

Kapitel 41

Der Gläubige ist nun im Tempelsaal. Er beginnt seinen Weg von der Neugeburt bis in das innere Heiligtum, den Weg der Heiligung und der Umwandlung in die Christusähnlichkeit.

Vers 1: 6 Pfeiler. Die Säulen der Gemeinde. Das Ziel für den Gläubigen wird ihm im Voraus gezeigt. Es besteht darin, zu überwinden und eine Säule zu werden. Der Mensch (6) wird geheiligt. Off 3,12 („Wer überwindet, den will ich zu einer Säule in meinem Tempel machen, und er soll nie mehr hinausgehen“).

Vers 2: Der Tempelsaal ist 40 Ellen lang. 8x5: Neugeburt (8) aus Gnade (5). 20 Ellen breit: 2x10 (Gemeinschaft (2) mit Gott und untereinander in Gnade und Verantwortlichkeit (5+5=10)).

Vers 3: Gemeinschaft (2) auf der Grundlage der Tür (13), welche der Herr Jesus Christus selbst ist: Mensch (6) und Gott (7).

Vers 5: Der Tempel besteht aus Menschen (6 Ellen dicke Wände), errettet aus der ganzen Schöpfung (4 Seitenräume um das Haus). Vollzahl der Gläubigen: 4.

Vers 6: 30 Seitenräume. Gnade (5) für die Menschen (6) in aller Welt, Wiedergeburt (6x5).

Vers 7: Vergrößerung nach oben. Die Gläubigen wachsen zum Herrn hin und expandieren geistlich. Ebenso der gesamte Tempel. Begleitend während der nächsten Verse immer wieder Gnade (5) an den Seiten des Weges.

Vers 12: Das Gebäude von 70 Ellen Breite, also 2x5x7. Das ist praktische Gemeinschaft (2) aus Gnade (5) mit Gott (7) in den vollkommenen Wegen Gottes. Gemeinschaftlicher Wandel der wiedergeborenen Gläubigen unter der Gnade (2x5) im Licht vor Gott (7). Auch die Trennung dieser Gläubigen von der Welt und ihr gemeinsames Zeugnis (2) in Gnade (5) vor Gott (7). 90 Ellen Länge, das ist 2x5x9: Verantwortliche Gemeinschaft (2) des Gläubigen mit Gott und der Gläubigen untereinander unter der Gnade (5), gewirkt durch den Heiligen Geist (9), durch seine Frucht. Fruchtbringen in Gemeinschaft.

Vers 13 und 14: Das Haus und der Hof des Tempels jeweils 100 Ellen. Schutz im Haus und Ruhe im Hof. 100 ist 2x50: Praktische Gemeinschaft (2) des Gläubigen in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (50) mit Gott und mit den anderen Gläubigen. Das Haus Gottes, die Gemeinde, als ein geistlicher Ruheort.

Vers 17: Alles ist genau abgemessen. Gottes Maße sind keine Zufälle, sondern sie entsprechen seinem vollkommenen ewigen Plan.

In den restlichen Versen des Kapitels dann die Gegenwart des Herrn und seiner Herrlichkeit im Heiligtum. Die Palmenzweige, die Cherubim, 2 Türflügel (Gemeinschaft im Heiligtum zwischen Gott, Engeln und Mensch), der Tisch vor dem Herrn, Opfer im Heiligtum, die Anbetung der geheiligten Gläubigen.

 

Kapitel 42

Hier nur zwei Aspekte.

Vers 14: Die Priester in Vers 14 sollen nicht hinausgehen. Off 3,12. Man soll geistlich immer in der Gegenwart des Herrn verharren. Man soll um die Erfüllung mit dem Geist bitten und darin leben. Man soll auch darin anbeten. Geistliche Schlachtopfer, dem Herrn wohlannehmlich durch Jesus Christus.

Vers 20: Der Umfang der Mauer des gesamten Baus ist in jede Richtung 500 Ellen. 2x50x5. Gemeinschaft (2) aller Gläubigen in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (50) aus Gnade (5).

 

Kapitel 43

Die Herrlichkeit des Herrn kommt aus dem Osten in den ersten Versen. Sie erfüllt den Tempel des neuen Bundes. Sein ewiges Wohnen inmitten der Gläubigen, welche seine Priester und Leviten sind.

Verse 10-11: „Du aber Menschensohn, beschreibe dem Haus Israel diesen Tempel, damit sie sich ihrer Missetaten schämen (Sündenerkenntnis und Buße); und lass sie den Bau messen („die Kosten überschlagen“). Wenn sie sich dann all ihrer Taten schämen, die sie begangen haben, so zeige ihnen die Form dieses Tempels und seine Einrichtung und seine Ausgänge und seine Eingänge und alle seine Formen und alle seine Satzungen, ja verkünde ihnen alle seine Formen und alle seine Gesetze und zeichne es vor ihre Augen hin, dass sie alle seine Formen und Satzungen behalten und es so machen (Bekehrung und Nachfolge)“ Die Bedingungen für den Weg, niedergelegt in den Maßen. Geistliche Überführung und Leitung. Das Osttor (der Herr selbst) steht im Mittelpunkt des Geschehens.

Verse 13-27: Der Brandopferaltar. Die Opfergaben der Gläubigen für den Herrn. Die Anbetung der Gläubigen, die sich immer wieder freiwillig als Ganzopfer (Rö 12,1-2) auf den Altar des Herrn legen und dadurch im Geist weitergeführt werden.

 

Kapitel 44

Zurück zum äußeren Tor. Der Gläubige muss sich immer wieder neu der Anfänge seiner Errettung und seines Wandels erinnern. Auch nach Versagen mit Züchtigung wird er geistlich wieder zu den Anfängen zurückkehren: Buße, Glauben und Vergebung mit erneuter Reinigung von der begangenen Sünde. Im zweiten Teil des Kapitels dann die Ordnungen für die Priester im neuen Dienst unter der Leitung des Geistes. Die Priester schneiden ihr Haupthaar: Keine Ehre für den Menschen, Reinigung von den Neigungen des Fleisches. Sie trinken keinen Wein: Geistliche Nüchternheit im Dienst, geistliche Haltung anstelle von seelischen Schwankungen.

 

Kapitel 45

Das ganze Land wird aufgeteilt. Alle Dienste in der Gemeinde weltweit sollen nach den Ordnungen Gottes und im Geist ablaufen. Gott teilt alle Dienste zu. Der Heilige Geist gibt die Gaben, die Frucht und die Kraft. Keine Ehre für den Menschen. Alle Ehre für Gott. Hier zwei Zahlen.

10.000 Ellen Breite: (5+5)x1000. Gott in Gnade und der Mensch in Verantwortung (5+5=10) leben ihrer Stellung nach geistlich in vollkommenem Segen und Heiligkeit (1000) zusammen.

25.000 Ellen Länge: 5x5x1000. Gnade (5) um Gnade (5) mit vollkommener Heiligkeit und Segen (1000). Hier kommt es zur praktischen Verwirklichung (nicht plus, sondern mal), des Prinzips. Wandel gemäß der Stellung.

 

Kapitel 46

Das Tor zum östlichen inneren Vorhof bleibt 6 Tage (Mensch) geschlossen. Nur am Sabbat, dem Ruhetag Gottes (7), wird es geöffnet. Alles geschieht nicht in der Kraft des Menschen (6), sondern in Gottes (7) Kraft. Die Gläubigen tun ihren Dienst der Anbetung in der Sabbatruhe Gottes nach Hebräer 4. Sie sind in diese Ruhe eingetreten. Der Sabbat des Neuen Bundes ist nicht ein bestimmter Wochentag (Kol 2,16), sondern ein beständiges Ruhen in Christus: „Seliges Wissen, Jesus ist mein, köstlichen Frieden bringt es mir ein, Segen von oben, göttliches Heil, völlige Sühnung ward mir zuteil …“

 

Kapitel 47

Verse 1-13: Hier finden wir den Strom aus dem Heiligtum. Wir sehen wie er unter der Schwelle aus dem Osttor des Heiligtums herausfließt und dann nach rechts, also nach Süden geht. Der Herr Jesus Christus selbst ist die Tür. Er selbst hat sich gebeugt in seinem Tod. In seiner Auferstehung kommt das lebendige Wasser des Geistes hervor. Der Strom fließt in das Tote Meer, um es zu beleben. Auf seinem Weg schwillt der anfänglich kleine Wasserlauf auf einer Strecke von 4000 Ellen, also etwa 2000 Metern, ohne erkennbare Zuflüsse zu einem mächtigen Strom an, welcher den Propheten mit sich fortträgt und ihn schwimmen lässt. Obwohl der Strom durch das ganze Land fließt, bleibt er so sauber, dass er das Tote Meer klärt und belebt. Er nimmt keinerlei Verschmutzungen auf. Diese Beschreibung widerspricht jeder natürlichen Realität.

Dazu kommen noch die lebendigen Fruchtbäume an beiden Ufern des Stromes, welche alle Monate, also zwölfmal im Jahresumlauf (das ist in geistlicher Deutung immerzu) Früchte zur Nahrung und Blätter zur Heilung bringen. Der Grund dafür ist, dass ihr Wasser aus dem Heiligtum entspringt. Bereits bei oberflächlichem Lesen wird dem aufmerksamen Beobachter auffallen, dass es sich hier um eine Symbolik handelt, um ein Bild, welches geistlich gedeutet werden muss. Um die Vision zu deuten, müssen wir daher gemäß dem Gesetz der Schriftauslegung: „Sola Sriptura – Die Schrift erklärt die Schrift“ nach anderen Schriftstellen suchen, welche ähnliche Dinge aussagen. Die erste ist in

Ps 1,3: Klar und deutlich wird hier „der Gerechte“, der Herr Jesus Christus selbst, über welchen sowohl Ps 1 als auch Ps 2 reden, mit einem Baum an Wasserbächen verglichen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blätter nicht verwelken. Man kann die Übereinstimmung mit Hes 47,12-13 nicht übersehen. Die einfacher zu deutende Passage in unserem Psalm gibt uns unter Beachtung des Gesetzes der Analogie der Schriften die richtige Deutung der schwierigeren Stelle in Hes 47,12-13. Hes 47,12-13 redet über viele Bäume, von welchen jeder die gleichen Kennzeichen trägt wie der eine Baum aus Ps 1.

Die Auslegung bei Hesekiel ist somit die folgende: Die Gläubigen sind in der Neugeburt zum ewigen Leben eins gemacht mit dem Herrn Jesus Christus. So wie der Herr selbst der Gerechte ist, so sind alle wahren Gläubigen in Jesus Christus in die Stellung von Gerechten versetzt worden. Das ist die Rechtfertigung gemäß der biblischen Heilslehre. Alle diese gerecht Gesprochenen, die vielen Fruchtbäume aus Hes 47,12-13, stehen am Ufer des Stromes Gottes und nähren sich von seinem lebendigen Wasser. Somit haben wir in Hes 47,12-13 ein klares alttestamentliches Bild der Gemeinschaft aller Erlösten im Reich Gottes.

Jeder Gläubige ist Teilhaber der geistlichen Segnungen des Heils, er trinkt in geistlicher Hinsicht vom Wasser des Wortes, die Ströme des lebendigen Wassers fließen durch ihn hindurch. Er ist ein Baum Gottes, welcher auch selbst Blätter und Früchte bringt, indem er geistlich wächst und indem er das Heil durch die Verkündigung seines christlichen Lebens und des Wortes Gottes an andere Menschen weitergibt. Die Gläubigen in ihrer Gesamtheit sind der geistliche Paradiesgarten Gottes auf dieser Erde, der Ackerbau Gottes. Dieser geistliche Garten wird durch den Dienst des letzten Adam, des Herrn Jesus Christus, welcher selbst der Geist ist, über die ganze Erde ausgebreitet. Was der erste Adam nicht schaffte, vollbringt der letzte Adam in seinem Sterben und der neue Mensch in seiner Auferstehung. Das Wasser des Stromes Gottes fließt durch den Dienst des Heiligen Geistes mit der Hilfe des Wortes Gottes und der Gläubigen zu allen Menschen der Erde und belebt das Tote Meer der Völkerwelt.

Eine weitere Bedeutung für den einzelnen Gläubigen wird ebenfalls erkennbar. Jedem Gläubigen sollte es im Verlauf seines Lebens so gehen wie Hesekiel es in diesem Bild erfährt. Jeder Gläubige sollte in seinem Leben unter dem ständigen Einfluss des Wortes Gottes stehen und sich ständig vom Heiligen Geist leiten lassen. Er sollte geistlich gesprochen genau wie Hesekiel durch den Fluss wandern. Wenn er dies tut, dann wird Gott ihm die gleiche Erfahrung schenken wie dem Propheten.

Nach 1000 Ellen reicht ihm das Wasser bis zu den Knöcheln. Die 1000 Ellen symbolisieren einen vollständigen Abschnitt der Heiligung auf dem Glaubensweg (tausend als die Zahl der dreifachen Vollständigkeit und Heiligkeit). Die Knöchel symbolisieren die Standfestigkeit und den Wandel des Gläubigen. Nach 1000 Ellen ist der Gläubige hier geistlich gesprochen zu einem festeren Stand im Glauben und zu einem Wandel befähigt, welcher Gott ehrt. Die Elle ist ja auch ein Maß, welches vom menschlichen Körper abgeleitet ist, sie hat somit geistlich gesprochen einen deutlichen Bezug zum Weg und zum Handeln des Menschen, denn mit dem Arm führt der Mensch seine Handlungen aus.

Nach weiteren 1000 Ellen reicht das Wasser bis zu den Knien. Die Knie symbolisieren die demütige Haltung des Gläubigen vor Gott und die Haltung des Gebets. Nach diesen 1000 Ellen haben der Geist und das Wort den Gläubigen in diese Haltung der Demut und des Gebets hineingeführt. Nach weiteren 1000 Ellen reicht das Wasser bis zu den Lenden oder Hüften, welche in der Schrift den Sitz der Kraft andeuten. Hier vermag der Gläubige ganz in der Kraft Gottes zu wandeln, und zwar durch den Geist, durch das Wort und durch das Gebet. Er wandelt nicht mehr in seiner eigenen Kraft und kann nun damit beginnen, Siege für den Herrn zu erringen.

Nach den letzten 1000 Ellen wird er von dem tiefen und mächtigen Strom getragen. Der Gläubige wird am Ende seines Weges feststellen, dass alles von Gott war, dass er getragen wurde und getragen wird, dass Gott ihn sicher nach Hause bringt. Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Die Umwandlung des Lebens. Ein erneuerter Mensch im ganzen Wesen. Auch in unserem Bild ist es so, denn Gott bringt den Propheten danach an das rettende Ufer zurück in die Sicherheit.

Er schenkt ihm nun auch einen Blick auf den weiteren Verlauf des Flusses und auf die anderen Bäume, welche die Gemeinschaft der Gläubigen darstellen. Der gereifte Gläubige bekommt von Gott einen Blick auf die Gemeinde, auf die ganze Welt und auf den Heilsplan Gottes mit dieser Welt, den Gott durch die Gemeinde ausführen wird. Die geistlichen Zusammenhänge werden durch das Neue Testament untermauert. Wir lesen

Joh 19,34: Dies ist unsere zweite Stelle. Eine weitere Deutung von Hesekiel 47 geht auf das Werk des Herrn am Kreuz. Nach dem Tod des Herrn ging ein römischer Soldat mit einer Lanze zum Kreuz und durchbohrte den bereits gestorbenen Leib des Herrn an dessen Seite. Es floss ein Strom von Blut und Wasser heraus. Dieser Strom wurde für jeden, der daran glaubt, ein Strom der Rettung und des Heils. Das Wort vom Kreuz ist den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit. Uns aber die wir errettet werden, ist es eine Kraft Gottes zum Heil.

Joh 7,38-39: Unsere dritte Stelle. Wir befinden uns hier beim Laubhüttenfest Israels zur Zeit des Herrn selbst. Am letzten Tag dieses Festes fand im Tempel Jerusalems die Zeremonie der Ausgießung des Wassers statt. Auf unserer Website finden Sie einen ausführlichen Text über die Feste des Herrn in Israel mit ihrer messianischen Bedeutung im Hinblick auf Christus und seine Gemeinde. Bitte lesen Sie dort den Abschnitt über das Laubhüttenfest. An unserer Schriftstelle sehen wir in eindrucksvoller Weise, wie der geistliche Strom des göttlichen Heils aus dem Mund des Herrn hervorkommt. Ganz Israel wird Zeuge dieser Tatsache. Der Herr erklärt seinem Volk, dass er selbst und die Gemeinde seiner Gläubigen die geistlichen und ewigen Realitäten sind, welche hinter der Symbolik des irdischen Laubhüttenfestes Israels stehen. Die Wirklichkeit des Gottes Israels steht nun in Person vor ihnen.

Der Herr weist darauf hin, dass der Strom lebendigen Wassers aus den Leibern aller Gläubigen fließen wird, und zwar durch das Werk des Heiligen Geistes. Der Strom wird in Vers 39 unmissverständlich mit dem Heiligen Geist identifiziert, an dessen Ankunft auf der Erde der Segen geknüpft ist. Diese Ankunft geschah am Pfingsttag in Apg 2. Jeder Gläubige besitzt seit jenem Tag den Heiligen Geist innewohnend in seinem Herzen. Wenn er den Herrn durch sein Leben ehrt und das Wort der Rettung an andere weitergibt, dann werden auch aus seinem eigenen Leib Ströme von lebendigem Wasser hervorkommen, welche zu anderen Menschen fließen. Der Gläubige wird somit zu einem der vielen Fruchtbäume am Strom, welcher Blätter und Früchte für andere hervorbringt.

Off 22,1-2: Unsere letzte Stelle. Hier sehen wir einen Blick in die Ewigkeit der neuen Erde. Das Bild zeigt uns noch immer den kristallklaren Strom, welcher aus dem Heiligtum Gottes und aus seinem Thron hervorkommt, um den Garten zu bewässern. Es ist ein deutlicher Rückblick auf 1Mo 2,10. Jedoch zeigt es uns nur noch einen Baum. Die Vision schließt so eng an Hesekiel 47,1-13 an, dass man die Textpassagen quasi nebeneinander legen kann. Die dortige Auslegung wurde ja bereits gegeben, es handelt sich bei Hesekiel um die Gemeinde der Christen, welche den Segen aus Gottes Strom als Fruchtbäume an andere Menschen weitergeben.

Es geht bei Hesekiel im Wesentlichen um das geistliche Wachstum des einzelnen Gläubigen und um die Ausbreitung des Wortes der Rettung in unserem Zeitalter. Dieses Zeitalter wird jedoch auch einmal enden, nämlich am Tag der Wiederkunft des Herrn zum Gericht über die Welt und zur Rettung aller Gläubigen. Dann werden aus dem Feuergericht über unseren heutigen Himmel und unsere heutige Erde der neue Himmel und die neue ewige Erde hervorgehen, in welchen Gerechtigkeit wohnt.

Dieser ewige Zustand, in welchem Gott zum Ziel aller seiner Ratschlüsse gekommen ist, wird uns in der Vision in Off 22 gezeigt. Gott wird alles in allem sein (1Kor 15,28). In allen Gläubigen wird nur noch eine Person gesehen werden: Der Herr Jesus Christus, der große Lebensbaum, welcher schon in dem stilisierten Mandelbaum der Menora am Berg Sinai dargestellt war. Die Menora, der siebenarmige Leuchter, stand danach im Heiligtum der Stiftshütte und des Tempels Israels während der alten Heilszeit.

Der erste Tempel Israels wurde bereits mehr als 500 Jahre vor Christus zerstört, die Menora ging damals verloren. Am Laubhüttenfest Israels wurden jedoch bis zur Zerstörung des zweiten Tempels im ersten Jahrhundert n.Chr. alljährlich gewaltige Leuchter im Tempelbezirk aufgestellt, welche die ganze Stadt während der Nacht hell erleuchteten. In unserem Bild in Off 22 ist es deshalb nur ein einziger Baum, welcher den ganzen Strom, das Heiligtum und die Stadt einnimmt. Der Baum des Lebens ist der Leuchter, der Leuchter (die Lampe) ist das Lamm, das Lamm Gottes auf dem Thron ist der Herr Jesus Christus. Er lebt ewig mit allen Erlösten und in ihnen. Gott wird alles in allem sein.

 

Kapitel 48

Hier finden wir eine Aufzählung der Stämme und die Zuteilung des Landes an die Stämme. Die Schilderung erinnert stark an Offenbarung 7, wo uns die 12 Stämme im Bild der auf der Erde lebenden und kämpfenden Gemeinde gezeigt werden. Wir möchten daher die in der Offenbarung genannten Stämme hier kurz anführen. Die Namen der genannten Stämme beziehen sich dort geistlich auf den Herrn, auf die Errettung und auf die Gemeinde aller Erlösten.

Juda (Lobpreis, der Gepriesene): Als erstes natürlich der Stamm des gelobten und gepriesenen Erlösers, des Herrn Jesus Christus.

Ruben (siehe, ein Sohn): Der Sohn Gottes, der Erstgeborene Marias, sein Wandel auf der Erde. Ebenso die Söhne Gottes im Glauben an den Herrn, die Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind. „Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat!“.

Gad (Glück). Welch ein Glück bedeutet es, erlöst zu sein!

Asser (Glückseligkeit): Der geistliche Zustand der Erlösten, gemäß den Seligpreisungen in Matthäus 5 („Glückselig sind, …“) und in der Offenbarung in Prolog und Epilog. Ebenso in 5Mo 33,24-28.

Naphtali (Kampf): Der Glaubenskampf und die Überwindung der Welt durch den Glauben, so wie bei Jakob auf Pnuel.

Manasse (der vergessen macht): Die Gläubigen haben das Leid ihres vorherigen Lebens vergessen, wenn sie verherrlicht sind. Manchmal sogar schon während ihres noch verbleibenden irdischen Weges. Sie haben in der Herrlichkeit auch ihre natürlichen Bindungen an nicht errettete Menschen vergessen, in welchen sie jetzt noch leben. Des Früheren wird man nicht mehr gedenken. Gott wird der Sünden der Gläubigen nicht mehr gedenken.

Simeon (Hören, Erhörung): Der Glaube kommt aus dem Hören des Wortes. Die Gläubigen hören Gott zu und gehorchen ihm. Gott hört und erhört die ernsten Gebete der Gläubigen.

Levi (Anhänglichkeit, Verbindung): Die Gläubigen hängen dem Herrn an und folgen ihm nach. Sie sind geistlich Eins gemacht mit dem Herrn und gehören für immer zu ihm.

Issachar (er gibt Lohn): Die Gläubigen sind vom Herrn erkauft. Sie sind der Lohn seiner Mühe. Der Vater zieht sie und schenkt sie seinem Sohn als den Lohn für das schwere Werk der Erlösung. Die Gläubigen werden am Ende für die Dinge belohnt, welche sie auf ihrem Glaubensweg für den Herrn erworben haben, denn sie haben mit ihren Talenten gehandelt. Der knochige Esel trägt das sanfte Joch des Herrn und seine leichte Last bis ans Ziel.

Sebulon (Wohnung): Die Gläubigen sind die Hausgenossen des Herrn, sie wohnen im Haus des Herrn (in der Gemeinde) für immer und ewig. Heute geistlich gesprochen in der irdisch nicht vollständig sichtbaren Gemeinde, einmal in völlig geoffenbarter Herrlichkeit in der dann vollständig dargestellten und auf ewig verherrlichten Gemeinde der neuen Schöpfung.

Josef (er füge hinzu): Die Gläubigen werden der Gemeinde hinzugefügt bei der Errettung. Die Gemeinde und somit auch der Sieg des Herr Jesus wächst immer weiter. Die Gläubigen selbst fügen in ihrem Leben ebenso hinzu, nämlich die Frucht des Heiligen Geistes und der Heiligung.

Benjamin (Sohn der rechten Hand): Der Herr selbst sitzt nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt als verherrlichter Gott und Mensch zur Rechten seines Vaters auf dem Thron. Die Gläubigen werden am letzten Tag im Gericht vor dem großen weißen Thron des Herrn zu seiner Rechten gestellt werden als seine Schafe. Die Verlorenen werden als die Böcke zur Linken stehen und in die ewige Verlassenheit gehen müssen.

In Offenbarung 7 ist Dan nicht genannt, wohl aber in Hesekiel 48. Dan bedeutet Richter. Der Herr selbst ist der große Richter. Die ewige Gemeinschaft der Gläubigen wird aus dem Gericht Gottes über die gesamte Schöpfung hervorgegangen sein. Deshalb wird Dan bei Hesekiel sogar an allererster Stelle genannt.

Anstelle von Joseph in Offenbarung 7 wird bei Hesekiel sein Sohn Ephraim (Fruchtbaum, Fruchtland) genannt. Die Gläubigen in der Ewigkeit werden die geistliche Frucht zeigen, welche sie gebracht haben in ihrer Nachfolge des Herrn auf der Erde.

Die beiden beherrschenden Zahlen in Hesekiel 48 sind die 10.000 und die 25.000.

10.000: (5+5)x1000. Gott in Gnade und der Mensch in Verantwortung (5+5=10) gehören im geistlichen Leben zusammen in vollkommenem Segen und Heiligkeit (1000).

25.000: 5x5x1000. Gnade (5) um Gnade (5) mit vollkommener Heiligkeit und Segen (1000). Hier kommt es zur praktischen Verwirklichung (nicht plus, sondern mal), des Prinzips.

Die Kapitelnummer 48 ist ebenfalls von Bedeutung: 4x12: Vollständigkeit (4) des Volkes Gottes (12), die ganze Gemeinde.

Auch die 5000=5x1000 (Gnade (5) in vollständiger Heiligkeit (1000)) und die 250=5x50 (Gnade (5) in der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (50)) werden erwähnt.

Der letzte Vers bringt uns die 18.000: 9+9 (Vollständigkeit der Gaben und der Frucht des Geistes) mal 1000 (vollständige Heiligkeit). In dieser Gemeinde ist der Herr anwesend für immer und ewig: Jahwe Schammah (der Herr ist hier). Alles ist zur Vollendung gelangt: 4x12=48 (Kapitelnummer).

 

Off 22,17: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm (du Sünder, zum Herrn)! Und wer es hört, der spreche: Komm (Herr Jesus Christus und rette mich)! Und wen da dürstet, der komme (zu dem Herrn und werde errettet); und wer da will (wer dem Angebot Gottes willentlich zustimmt und es annimmt), der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“

   Kostenloser Download "Der Drache kommt!"

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.