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Der nachfolgende Text hat zum Ziel, die nach Ansicht des Schreibers schriftgemäße Lehre vom Ausharren der Gläubigen im Zusammenhang mit der Verkündigung des Evangeliums des Reiches und der Errettung des Sünders darzulegen.

Eines der schwierigsten Themen der gesamten Heilslehre gemäß der Schrift ist das Ausharren der Gläubigen. Im Katholizismus wird das Heil im Glauben an die Lehrsätze der Kirche, an die Aussprüche des Papstes und die Ablässe, durch Wallfahrten mit Reliquienverehrung, im Gebet zur „Miterlöserin und Mutter Gottes“ Maria, zu den toten Heiligen und für die toten Katholiken, im Halten der Sakramente (hier an erster Stelle die Eucharistie) sowie im Leben der Werkgerechtigkeit des katholischen Glaubens gewonnen.

In der Calvinistischen Heilslehre ist es das „P“ (Perseverance of the Saints) aus der berühmten „TULIP“. In der Reformierten Theologie wurde die Lehre etwas modifiziert, worauf an dieser Stelle nicht eingegangen werden soll (siehe hierzu z.B. ein umfangreiches Werk in englischer Sprache: Anthony Hoekema: Saved by Grace).

Im aus der Reformation hervorgegangenen Protestantismus, welcher in der Neuzeit in zahlreiche Gruppen aufgespalten wurde, hat die Heilslehre sich immer weiter von der Bibel entfernt. In vielen Gemeindeformen werden der Weg der Errettung und die Gnade Gottes nicht mehr richtig verstanden, die Furcht Gottes und seine Heiligkeit werden völlig vernachlässigt. Aus diesen Irrtümern resultierten in den vergangenen Jahrzehnten grobe Verfehlungen gegen die Gebote des Herrn Jesus Christus. Leider wurde auch die Verkündigung des Evangeliums verkürzt und entstellt.

Der nachfolgende Text hat zum Ziel, die nach Ansicht des Schreibers schriftgemäße Lehre vom Ausharren der Gläubigen im Zusammenhang mit der Verkündigung des Evangeliums des Reiches und der Errettung des Sünders darzulegen, so wie sie von vielen Bibellehrern der Kirchengeschichte gelehrt wurde und wird. Hier sind Namen zu nennen wie Paulus und die anderen schreibenden Apostel, John Bunyan, Charles Wesley, George Whitefield, Leonard Ravenhill, A.W.Tozer, Howard Pittman, Wilhelm Busch und andere in der Vergangenheit; gegenwärtig der indische Bruder Zac Poonen und andere im englischen, Hartwig Henkel im deutschen Sprachraum. Zunächst soll nun ein kurzes Wort über das Reich Gottes gesagt werden, danach dann etwas mehr über das Evangelium und die Lehre vom Ausharren der Gläubigen.

 

Rö 14,17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“

 

Hier haben wir das Reich Gottes. Es ist nicht ein bestimmter Ort oder Bereich, sondern eine geistliche Wirklichkeit. Diese Realität ist in dem Heiligen Geist, und nur in ihm kann sie bestehen. Wir wissen aus einer anderen Schriftstelle, dass der Heilige Geist der Herr selbst ist. Das Reich Gottes ist daher Christus lebend in mir, und ich lebend in Christus. Es ist nicht der Baum der Erkenntnis, sondern der Baum des Lebens, der Herr selbst. Wer beständig in dieser Wirklichkeit lebt, ist im Reich. Die anderen sind ohne Rettung, Hoffnung und ewiges Leben. Sie kennen im Verstand und im Kopf das Wort Gottes, aber nicht im Geist und im Herzen den Gott des Wortes.

 

2Kor 3,17: „Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“

Ps 1,1-4: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.
4 Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.“

Off 22,1-5: „Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes.
2 In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.
3 Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.
5 Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

 

Das Evangelium des Reiches war das Evangelium des Herrn Jesus selbst und seiner Apostel. Es sollte bis zum Kommen des Herrn auch unser Evangelium bleiben. Es beinhaltet die Erweckung des geistlich toten Sünders sowie seine Überführung von Sünde, von Gerechtigkeit und Gericht durch den Heiligen Geist. Es beinhaltet Buße (vollständiger Gesinnungswandel, innerliche Abkehr vom alten Leben und von der Welt mit vollständiger Hinwendung zu Gott). Es folgt die der Buße würdige Frucht (Änderung des praktischen Lebens) mit Korrektur von vergangenen Fehlhaltungen, Versöhnung, Vergebung und Rückerstattung falls notwendig. Es geschieht irgendwann ein Bekenntnis der Sünden im Glauben an die rettende Botschaft des Evangeliums, also an den Herrn Jesus Christus und sein Rettungswerk. Gott schenkt dem Glaubenden die Vergebung und die Erneuerung des Herzens und des Geistes durch Sterben mit Christus und geistliche Neugeburt zum ewigen Leben.

 

Rö 10,9-11: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
10 Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden;
11 denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!«“

1Kor 15,1-4: „Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht,
2 durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe – es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet.
3 Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften,
4 und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften,…“

2Kor 5,17: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“

 

Dann lässt das neugeborene Gotteskind möglichst bald in der Wassertaufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes Jesus Christus und des Heiligen Geistes seine Sünden abwaschen. Es lässt seinen alten Menschen sichtbar im Taufwasser begraben und danach zum Wandel im neuen Leben auferstehen. Entweder bereits davor oder auch erst danach empfängt es den Heiligen Geist und gehört nun endgültig Christus an. Früher oder später erfolgt die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, welche der Gläubige vom Vater erbitten soll (Luk 11,13). Der Heilige Geist ist der große göttliche Helfer zur Vollendung der lebenslangen persönlichen Nachfolge und Heiligung.

Der Gläubige hat nun eine echte Abscheu gegenüber seinen Sünden und seinen früheren bösen Wegen. Er bekennt danach in seinem Leben auch weiterhin seine bewussten Sünden gegenüber Gott und Menschen und ist entschlossen, sie zu lassen. Dies führt zur beständigen Reinigung des Gewissens und des eigenen Geistes mit zunehmendem Sieg über die Sünde. Schließlich folgt dann nach einer Zeit der echten Reinigung und Nachfolge die Taufe im Heiligen Geist und Feuer als Salbung mit Kraft zum lebendigen Zeugnis und zum geistlichen Dienst. Der Gläubige wird vom Herrn selbst in seine Berufung und in seinen Dienst eingesetzt, und nicht durch einen Menschen.

 

Luk 3,8-16: „So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
9 Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!
10 Da fragte ihn die Menge und sprach: Was sollen wir denn tun?
11 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, der mache es ebenso!
12 Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir tun?
13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch vorgeschrieben ist!
14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Misshandelt niemand, erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold!
15 Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er vielleicht der Christus sei,
16 antwortete Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“

Apg 2,38: „Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

Apg 22,16: „Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen, und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst!“

Luk 11,13: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!“

Lk 24,49: „Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!“

Apg 1,8: „… sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“

 

Das christliche Überwinderleben geht dann weiter mit gehorsamem Dienst im täglichen Tragen des Kreuzes und im Tun des Willens des Vaters, Wandel unter der Gnade auf dem schmalen Weg durch die Welt, Umwandlung unseres neuen Menschen in das Bild Christi und Verherrlichung des Gläubigen am Ende. In der Zeit der Apostel wurden alle diese Dinge als der ganze Ratschluss Gottes gepredigt und von den Gemeinden praktiziert. In den Verfolgungen durch die Juden und danach durch die Römer gaben die Christen ein beeindruckendes Zeugnis für die Welt.

Auch in der Neuzeit gab es etliche Beispiele von solchen Christen. Nur eines von ihnen soll hier genannt werden. So war zum Beispiel William Booth der Gründer der Heilsarmee, welche später in mehr als 70 Ländern der Erde aktiv wurde. William Booth kam aus der methodistischen Kirche heraus und begann seinen Dienst in der Kraft des Heiligen Geistes unter den Außenseitern der damaligen Gesellschaft: Armen, Waisen, Witwen, Kranken, Trinkern, Häftlingen, Obdachlosen. Ihm wird der folgende prophetische Ausspruch zugeschrieben: „Die größten Gefahren, mit denen wir im nächsten (im 20.) Jahrhundert konfrontiert sein werden, werden diese sein: Religion ohne den Heiligen Geist. Christentum ohne Christus. Vergebung ohne Buße und Umkehr. Rettung ohne Wiedergeburt. Politik ohne Gott. Himmel ohne Hölle.“

Diese Worte erfüllten sich. Das 20. Jahrhundert war die Zeit des gottlosen Kommunismus, die Zeit des religiösen, politischen und militärischen Zionismus, des Nationalsozialismus, der Weltkriege, der Sekten und Kulte, des Absterbens der katholischen und protestantischen Kirchen, des seichten Evangelikalismus, des Wohlstandsevangeliums, der charismatischen Exzesse.

Wir möchten nun eine kurze Geschichte bringen, welche von verschiedenen Dienern Gottes beispielhaft erzählt wurde. Sie veranschaulicht klar und deutlich die problematischen Resultate einer falschen oder unvollständigen Verkündigung des Evangeliums, welche zu einer Fülle von falschen Bekehrungen geführt hat.

Ein jüngerer Christ und ein alter Evangelist unterhalten sich. Der jüngere Mann sagt: „Wie dankbar kann ich doch dem Herrn Jesus dafür sein, dass er am Kreuz für alle meine Sünden gestorben ist. Er hat mir alles vergeben, und hat mir einen Platz im Himmel geschenkt.“ Der Evangelist fragt nach: „Hast du damals an den Herrn geglaubt, um in den Himmel zu kommen?“ „Natürlich!“ antwortet der Jüngere. „Es ist wohl klar, dass ich nicht in die Hölle kommen wollte. Ich habe damals Jesus Christus in mein Herz aufgenommen, und jetzt bin ich errettet! Ich habe die Eintrittskarte zur ewigen Herrlichkeit in der Tasche.“

Der Ältere zeigt eine bedenkliche Miene. Seine Antwort lässt eine kleine Weile auf sich warten, bis er schließlich sagt: „ Es tut mir sehr leid, aber ich kann deine letzten Gründe nicht akzeptieren. Ich habe viele Jahre dem Herrn dienen dürfen, und ich muss sagen, dass kaum ein Mensch in die Hölle kommen wollte. Fast alle wollten in den Himmel kommen. Aber bei weitem nicht alle haben sich zu dem Herrn Jesus Christus bekehrt. Sie haben überhaupt keinen Grund gesehen, sich zu bekehren. Sie sahen sich selbst nicht als verlorene Sünder, welche Vergebung und Rettung brauchten. Sie verließen sich auf ihre eigenen guten Taten. Sie hatten ihre eigenen Ausreden, um weiter so leben zu können wie bisher. Am Ende wollten sie dann irgendwie in den Himmel kommen.“

„Deshalb muss ich dich jetzt fragen: Wovon hast du dich denn damals bekehrt?“ - Keine Antwort. - „Du solltest den Herrn vielleicht noch nicht als deinen Retter bezeichnen, sondern bisher nur als deinen Vergeber“, sagte der Ältere. „Und jetzt muss dich noch etwas ganz Wichtiges fragen. Du hast gesagt, dass du errettet bist. Wovon bist du denn genau errettet? Von deinem Ärger und deinem Missmut? Von deinem Zorn gegenüber deiner Frau, deinen Kindern und deinem Chef? Von deinen sexuellen Lüsten und von deinen schmutzigen Gedanken? Von deiner Geldliebe? Von deinen kleinen Notlügen und Betrügereien im Alltag? Von deiner üblen Nachrede gegenüber vielen Menschen und besonders gegenüber den Geschwistern? Von deinem Richten über andere? Von deinem schlechten Gewissen gegenüber Gott und Menschen? Von deinem Hochmut, deinem Eigenwillen und deiner Selbstbestimmtheit, von deiner Gebetslosigkeit, deiner Bequemlichkeit und deinem fehlenden Zeugnis für die Welt, deinem fehlenden Dienst in der Gemeinde, deinem Unglauben in schwierigen Momenten, deiner Ungeduld, deiner Mutlosigkeit und Angst?“ Der Jüngere schweigt betreten und geht schließlich langsam davon.

Da haben wir es. Wie sagte William Booth? Religion ohne den Heiligen Geist. Vergebung ohne Buße und Umkehr. Rettung ohne Wiedergeburt. Der jüngere Mann in unserer Geschichte lebte seit Jahren in einer gefährlichen religiösen Illusion. Er hatte irgendwann das evangelikale Rettungsmantra gesprochen und „Jesus in sein Herz aufgenommen“. Jetzt ging er in die Gemeindestunden, und das war es dann auch. In seinem Lebensalltag abseits der Gemeindestunden und Konferenzen war er nicht im Geringsten von den Weltmenschen um ihn herum zu unterscheiden. In dem Gespräch mit dem alten Evangelisten dämmerte ihm schließlich, dass er nach seiner sogenannten Bekehrung keine Änderung in seinem inneren Wesen feststellen konnte. Er war auch nach Jahren noch genau derselbe Charakter geblieben. Keine anhaltende Buße, kein Selbstgericht mit Sündenbekenntnis, kein Gebet, keine Heiligung, keine Nachfolge unter dem Kreuz, keine Frucht des Geistes, keine Christusähnlichkeit, kein lebendiges Zeugnis für die Welt. Gar nichts.

Am Ende unserer kleinen Geschichte erhebt sich daher die Frage, wie viele bekennende Christen in unseren Gemeinden sich in genau demselben Zustand befinden und es nicht einmal erkennen. Wenn sie ehrlich zu sich selbst wären, dann könnten sie den Herrn zwar als ihren Vergeber bezeichnen, aber noch nicht als ihren Retter. Von ihrem alten Leben in Sünde sind sie nämlich noch immer nicht errettet. Der Herr Jesus Christus selbst und Johannes der Täufer haben jedoch das eigentliche Ziel des ersten Kommens des Herrn für uns in den beiden allerersten Verheißungen des Neuen Testamentes klar benannt.

 

Mt 1,21: „Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“

Mt 3,10-11: „Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!
11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“

 

Wer nicht schon hier und heute in seinem jetzigen Leben aktiv danach strebt, von seinen Sünden gereinigt zu werden, der ist nicht errettet. Wer nicht aktiv in der Heiligung lebt, der ist nicht wiedergeboren. Er hat nur die Hälfte des Evangeliums gehört und gelebt, nämlich die Vergebung der Sünden. Die andere Hälfte hat er nicht verstanden (vielleicht noch nicht einmal gehört) und nicht gelebt, nämlich die lebenslange Buße mit Nachfolge auf dem schmalen Weg und Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.

 

1Joh 3,2-3: „Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
3 Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.“

Rö 8,9: „Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.“

2Tim 2,19: „Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen!, und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit!“

Hebr 12,14: „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“

1Joh 2,6: „Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.“

 

Die Triebfeder der lebenslang anhaltenden Bußfertigkeit und Heiligung ist erstens die Gottesfurcht, welche mit der Gabe des Heiligen Geistes bei der echten Bekehrung verbunden ist. Der Heilige Geist ist unter anderem auch der Geist der Furcht des Herrn, welcher auch auf dem Herrn Jesus Christus ruhte (Jes 11,2). Er liebte und ehrte seinen Vater als Mensch auf der Erde vollkommen. Die tiefe Ehrfurcht vor dem Herrn ist für die Christen der Anfang aller Weisheit. Sie wird durch den Heiligen Geist gegeben. Sie bewirkt eine gottgemäße Ablehnung, ja sogar einen Hass gegen die Sünde, sie führt zu einem konsequenten Wandel auf den Wegen Gottes, sie lässt den Menschen DEN HEILIGEN und das Heilige erkennen und danach streben.

Die echte Wiedergeburt ist mit der Gabe des Heiligen Geistes verbunden, und wer sie einmal erlebt hat, der wird sie niemals mehr vergessen. Der Heilige Geist allein bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes geworden sind. Nur er allein hat das Recht dazu, uns diese für die Ewigkeit alles entscheidende Zusage zu geben, und zwar nicht in unserem Kopf sondern im Herzen! Das können kein Gemeindeältester und kein Evangelist tun. Die Heilszusagen anderer Christen mögen zwar gut gemeint sein, aber sie sind nicht zuverlässig. Das Herz des Menschen ist trügerisch. Der Mensch sieht was vor Augen ist, aber nur Gott allein kennt das Herz.

 

Rö 8,16: „Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“

Jer 17,5: „So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom HERRN weicht!“

Jer 17,9: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“

1Sam 16,7: „Aber der HERR sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen! Denn [der HERR] sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an!“

Spr 4,23: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“

Rö 10,9: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“

 

Die zweite Triebfeder für Buße und Heiligung ist die Verherrlichung des Herrn Jesus Christus und des Vaters, nach welcher der echte Gläubige in seinem inneren Wesen und in seinem Zeugnis nach außen strebt. Der Heilige Geist in dem Gläubigen verherrlicht den Sohn Jesus Christus und durch ihn den Vater. Der Himmel ist dann auch nicht mehr das eigentliche geistliche Ziel des Gläubigen, sondern nur noch das Ende seines geistlichen Weges. Es geht nicht um den Himmel, sondern um das ewige Leben, also um die Anwesenheit des Herrn Jesus selbst und des Vaters. Das beginnt schon hier im Herzen des Christen. Ohne den Herrn Jesus Christus wäre sogar der Himmel geistlich leer. Er wäre nur ein schöner Ort ohne ewiges Leben, so wie etwa ein schön tapeziertes und eingerichtetes Zimmer ohne einen lebendigen Menschen darin. Es geht in letzter Konsequenz an erster Stelle nicht einmal um die Rettung des Menschen, sondern zuallererst um die Verherrlichung Gottes in allem was ER tut, sei es zur Rettung oder zum Gericht über den Menschen. Alles gehört IHM allein!

Wer sich nur „bekehrt“ hat, um den ewigen höllischen Konsequenzen seiner Sünden zu entgehen, der hat sich wahrscheinlich noch gar nicht bekehrt, denn er hat eindeutig einen egoistischen Entschluss in seinem eigenen Interesse getroffen. Er hat den Glauben, den die früheren Evangelisten als den „Teufelsglauben“ bezeichneten. Auch die Dämonen glauben, und sie zittern, weil sie nicht vor der Zeit in die Hölle geworfen werden wollen. Der Teufel selbst weiß dass es seit Golgatha und seit der Auferstehung des Herrn Jesus Christus um ihn geschehen ist, und er kämpft mit gewaltigem Hass, mit Zorn und mit Verzweiflung gegen den Herrn und seine Gemeinde um sie zu schädigen. Er weiß genau, dass er eine fürchterliche Ewigkeit zu erwarten hat. Er kämpft deshalb nur noch darum, möglichst viele Menschen mit sich in die ewige Verdammnis zu reißen.

 

Jak 2,19: „Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es – und zittern!“

Mk 1,24: „Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“

Mk 3,11: „Und wenn ihn die unreinen Geister erblickten, fielen sie vor ihm nieder, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes!“

Mk 5,6-7: „Als er aber Jesus von ferne sah, lief er und warf sich vor ihm nieder,
7 schrie mit lauter Stimme und sprach: Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten, was habe ich mit dir zu tun? Ich beschwöre dich bei Gott, dass du mich nicht quälst!“

Off 12,12+17: „Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.
17 Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“

 

Etwas Ähnliches wie eben gesagt sehen wir bei solchen, die sich „bekehrt“ haben, nur um Vergebung ihrer Sünden zu bekommen, um ihren Problemen zu entgehen und um in Jesus einen lebenslangen Verbesserer ihrer eigenen Umstände und Freudenspender zu finden. Hier sieht man deutlich, wie der neuzeitliche Humanismus die Verkündigung des Evangeliums entstellt hat.

Der Humanismus sagt: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge!“, und: „Das Endziel allen Seins ist das Glück des Menschen!“ Das humanistische Falschevangelium ruft dem Sünder zu: „Komm einfach wie du bist zu Jesus und schau auf ihn an seinem Kreuz! Glaube dass er für alle deine Sünden am Kreuz starb, und dass er danach am dritten Tag auferstand. Nimm ihn als deinen Retter in dein Herz auf. Er wird dir alle deine Sünden vergeben, und er wird dir den Heiligen Geist und das ewige Leben schenken. Er wird dir Freude und Frieden schenken. Er wird dir in allen Schwierigkeiten helfen bis zum Ende und dich bewahren. Dann wird er dich in die ewige Herrlichkeit aufnehmen. Es kostet gar nichts. Du brauchst es nur zu glauben.“

Nein! So kannst Du dich nicht bekehren! Gott herrscht nicht über die Schöpfung, nur um den Menschen hier in seinen irdischen Umständen glücklich zu machen. Jesus Christus ist nicht gestorben und auferstanden, nur um sich in den Dienst des menschlichen Glücks auf dieser verfluchten Erde zu stellen. Die Neugeburt zum Leben in Christus ist kein Lotteriegewinn oder ein gebuchtes Lebensglück. Sie ist vielmehr der Eintritt durch die enge Pforte, nach welcher der schmale Weg der lebenslangen Nachfolge beginnt. Das innere Glücksempfinden der Gläubigen ist dabei immer nur ein Nebenprodukt, ein geistlicher Segen als Folge der Errettung, aber niemals der eigentliche Grund zu einer echten Bekehrung. Die Nachfolge kann auf dieser Erde viel kosten, und wer sich wirklich bekehren und dann dem Herrn nachfolgen will ist dazu aufgefordert, diese Kosten zu überschlagen. Bei vielen Christen in dieser Welt sind die äußeren Lebensumstände sehr ernst und schwer: Sie sind arm, sie werden verfolgt, eingesperrt und hingerichtet.

Das wahre Christentum sagt hingegen: „Das Endziel allen Seins ist nicht das Glück des Menschen, sondern die Verherrlichung Gottes! Die ganze Schöpfung verherrlicht Gott! Der Vater hat den Sohn verherrlicht, weil der Sohn zuvor als Mensch den Vater verherrlichte! Der Heilige Geist ist auf die Erde gekommen, um den Vater und den Sohn zu verherrlichen. Er ist gekommen, um die Welt zu überführen von Sünde, von Gerechtigkeit und vom Gericht! Er ruft den Menschen zu: Tut Buße und glaubt an das Evangelium! Eure Sünden trennen euch von Gott, und ihr verdienter Lohn für euch alle ist der ewige Tod! Alle Menschen haben Gott entehrt und beleidigt durch ihre Sünden! Alle Menschen verdienen die Hölle, denn Gott ist gerecht und muss jeden Sünder richten und jede Sünde bestrafen.“ Daher gibt es niemals eine echte Bekehrung ohne Sündenerkenntnis und Buße. Es ist immer zunächst echte Buße und dann erst Glauben.

Wer sich wirklich bekehrt hat, der hat zumindest ein wenig von der Ungeheuerlichkeit seiner Sünde in den Augen Gottes erkannt. Er hat erkannt, dass er gegen Gott rebelliert und die ewige Verdammnis verdient hat. Er tut echte Buße, das bedeutet: Er kehrt innerlich ganz zu Gott um und bekennt seine Sünden, weil er den allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde nicht weiter beleidigen will und weil er erkannt hat, dass Jesus Christus dafür sterben musste. Er möchte von nun an so gut er es vermag ein Leben ohne bewusste Sünden zur Anbetung und Verherrlichung des Herrn Jesus Christus und des himmlischen Vaters beginnen. Er ergreift die Hand des Retters Jesus Christus, der an seiner Stelle und für seine Sünden gestorben ist, der zu seiner Rechtfertigung auferstanden ist, und der ihn in die Freiheit von der Sklaverei der Sünde, in den Frieden des Herzens, in die lebendige Gemeinschaft mit Gott und in das gehorsam dienende und fruchtbringende Leben zur Ehre des Vaters und des Sohnes hineinbringen wird. Er empfängt die Vergebung, die Neugeburt im Geist und den Heiligen Geist. Er empfängt nicht den falschen religiösen Geist des Irrtums, den man in den heutigen Gemeinden so erschreckend oft antrifft. Es gibt nämlich auch einen anderen Jesus, einen anderen Geist und ein anderes Evangelium, und man muss die Menschen davor warnen.

 

2Kor 11,4: „Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.“

2Kor 13,5-6: „Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!
6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, dass wir nicht unecht sind.“

 

Nur wer den Heiligen Geist hat, nur wer wirklich aus Wasser und Geist geboren ist, der kann das Reich Gottes und die Wege Gottes erkennen, er kann überhaupt erst einmal hineingehen in das Reich. Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Er kann nach außen hin ein christliches Leben führen, ohne in einer Gemeinde unangenehm aufzufallen. Innerlich ist er jedoch weiterhin ein verlorener religiöser Mensch mit einem toten Glauben. Er hat keine wirkliche Bekehrung erlebt und er weiß es nicht einmal. Er ist fest von seiner eigenen Rettung überzeugt, obwohl er eigentlich noch immer ein Verlorener ist. Er lebt in einem religiösen Geist des Irrtums. Er meint den Herrn zu kennen, aber der Herr kennt ihn nicht. Das ist sehr ernst!

 

Jes 11,2: „Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.“

Spr 8,13: „Die Furcht des HERRN bedeutet, das Böse zu hassen; Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich.“

Spr 9,10: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht.“

Joh 3,3+5: „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!
5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“

Rö 8,9: „Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.“

2Thes 2,11-12: „Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben,
12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“

Mt 7,21-23: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?
23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

 

Die echte Bekehrung besteht aus zwei untrennbar miteinander verbundenen Teilen, nämlich aus echter geistgewirkter Buße und aus echtem geistgewirktem Glauben an das Evangelium. Sie geschieht durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes, allerdings nur mit der bewussten und willentlichen Zustimmung des verlorenen Sünders zu der rettenden Botschaft vom Herrn Jesus Christus. Wer das Evangelium in echter Buße und Glauben annimmt, der wird von neuem geboren und empfängt das ewige Leben und den Heiligen Geist, welche bereits im Alten Testament prophezeit wurden und im Neuen Testament gegeben werden. Ein neuer Geist, ein neues Herz, der Heilige Geist des Neuen Bundes, das ewige Leben im himmlischen Land in der Erkenntnis des Vaters und des Sohnes.

 

Mk 1,3-4: „»Die Stimme eines Rufenden [ertönt] in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben!«
4 So begann Johannes in der Wüste, taufte und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.“

Mk 1,14-15: „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes
15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“

Hes 36, 24-27: „Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen.
25 Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.
26 Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;
27 ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“

Joh 17,3: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

 

Wenn ein vormals (und sei es auch vor vielen Jahren) halbbekehrter oder gar falsch bekehrter „Gläubiger“ nicht Buße tut, so wie es der Heilige Geist den Gemeinden in Kleinasien in den Sendschreiben immer wieder mitteilt, wenn er nicht vor dem Herrn auf seine Wege achtet und nach Heiligkeit im Reich Gottes strebt, dann droht ihm am Tag des Gerichtes Gottes etwas Schlimmeres. Sein Ende wird das Verderben sein. Diese Wahrheit mag für viele Menschen in den Gemeinden schmerzhaft sein, aber sie entspricht den Aussagen der Heiligen Schrift.

Die echte Wiedergeburt führt ins Reich hinein und stattet den Gläubigen grundsätzlich mit der Fähigkeit aus, den Weg bis zum Ende zu gehen. Jeder Gläubige empfängt bei seiner Errettung einen neuen Geist, ein neues Herz und den Heiligen Geist. Andererseits behält er in der Seele seinen eigenen Willen, seinen Verstand und seine Emotionen. Echter Glaube ist immer echter Gehorsam. Jeder Gläubige ist deshalb dazu aufgefordert den Weg Gottes zu gehen, seinen eigenen Willen bewusst in den Willen des Vaters hineinzulegen, seinen Verstand und seine Emotionen unter den Gehorsam des Vaters zu bringen und Tag für Tag den Willen des Vaters zu tun bis ans Ende. Die Bibel bezeichnet dies als überwinden. Der Heilige Geist wird ihm dabei helfen, denn er ist der Helfer,der Tröster und der Beistand.

 

Eph 2,3: „Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.“

Hes 36,26-27: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;
27 ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“

2Kor 5,17: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“

Joh 14,26: „der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

2Kor 10,3-6: „Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches;
4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen,
5 sodass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus,
6 und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist.“

 

Ein in seiner Gemeinde schlecht oder gar nicht belehrter Gläubiger kann diesen Weg aus geistlicher Unwissenheit verfehlen, wenn er nicht selbst eifrig nach der Wahrheit sucht. Der Vater erwartet von jedem seiner Kinder, dass es nach der Wahrheit sucht und bei IHM anklopft. Wer bittet, dem wird gegeben! Wer sucht, der findet! Wer anklopft, dem wird aufgetan! Der Gläubige kann andererseits den Weg erkennen, es jedoch aus eigenem Desinteresse, Bequemlichkeit oder Weltlichkeit versäumen ihn zu gehen. Er kann ihn schließlich sogar nach seinem eigenen Willen ganz bewusst wieder verlassen, nachdem er ihn zuvor für eine Zeit gegangen ist. Wer nicht aktiv den Weg Gottes sucht und ihn im Gehorsam geht, der geht am Ende verloren!

 

Mt 7,7: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!“

Phil 3,12-19: „Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
13 Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt,
14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
15 Lasst uns alle, die wir gereift sind, so gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denkt, so wird euch Gott auch das offenbaren.
16 Doch wozu wir auch gelangt sein mögen, lasst uns nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben!
17 Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt.
18 Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus;
19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.“

Rö 8,38 sagt, dass keine äußere Macht und keine Umstände den Gläubigen aus der Hand Gottes reißen können. Durch Ungehorsam und/oder fortgesetzte bewusste Sünde kann man sein Heil sehr wohl verpassen. Auch den echten Glaubensgehorsam kann man willentlich wieder verlassen. Man kann sich willentlich von der Güte Gottes entfernen, und das hat die schlimmsten Konsequenzen. Sogar Paulus selbst war sich dessen bewusst. Er harrte aus bis zum Ende, und er konnte das auch kurz vor seiner Hinrichtung bezeugen.

 

Rö 8,38: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39 weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Joh 5,9+14: „Und sogleich wurde der Mensch gesund, hob seine Liegematte auf und ging umher. Es war aber Sabbat an jenem Tag.
14 Danach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!“

Joh 8,11: „Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!“

2Kor 7,1: „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“

2Kor 13,5-6: „Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!
6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, dass wir nicht unecht sind.“

Hebr 12,14: „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“

Luk 9,23: „Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

Phil 3,18-19: „Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus;
19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.“

Rö 11,20-22: „Um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich!
21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, könnte es sonst geschehen, dass er auch dich nicht verschont.
22 So sieh nun die Güte und die Strenge Gottes; die Strenge gegen die, welche gefallen sind; die Güte aber gegen dich, sofern du bei der Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden!“

1Kor 9,16: „Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so ist das kein Ruhm für mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde!“

1 Kor 9,27: „… sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde.“

Hebr 3,12: „Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen!“

2 Tim 4,7-8: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.
8 Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“

 

Aus den vorgenannten Gründen muss dann natürlich auch gesagt werden, dass es nur selten momentane Schnellbekehrungen gibt. Die äußerlich erfolgsorientierten Strategien der Massenevangelisation sind größtenteils zum Scheitern verurteilt. Man kann sich normalerweise nicht einfach per Altarruf, per Entscheidungskarte oder durch ein kurzes manipulativ herbeigeführtes Gebet des Sünders bekehren, indem man „Jesus in sein Herz aufnimmt“. In solchen Großevangelisationen oder Crusades (Kreuzzügen) entsteht daher meist eine große Blase von scheinbekehrten „Brot-und Fischchristen“. Sie hatten nur eine kurze religiöse Erfahrung. Bei der nächsten Großveranstaltung werden sie wieder erscheinen, mit dem gleichen Ergebnis.

 

Joh 6,26: „Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“

 

Alle von Gott wirklich berufenen und in ihrem Dienst vom Heiligen Geist geleiteten Evangelisten wussten und wissen bis heute, dass dem Augenblick der wahren Bekehrung eine manchmal kürzere, manchmal auch längere Zeit der Vorbereitung des Herzens vorangehen muss. Der tote Sünder muss erweckt werden, er muss überführt werden von Sünde, von Gerechtigkeit und vom Gericht. Er muss dadurch sich selbst vor Gott als einen verlorenen Sünder erkennen. Er muss zumindest ein wenig von dem Ernst seines verlorenen Zustandes und den ewigen Konsequenzen dieses Zustandes erkennen, nämlich der ewigen Verlorenheit und Trennung von Gott ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Er muss grundsätzlich etwas davon erkennen, dass er Gott beleidigt hat, und dass er die Strafe dafür als Lohn voll und ganz verdient hat. Er muss dann Buße tun. Das bedeutet, dass er sich innerlich ganz von der Welt und von seinem alten Leben abwendet und sich ganz Gott zuwendet. Erst in diesem Herzenszustand kann er das Evangelium von dem Herrn und Retter Jesus Christus mit geöffnetem Herzen und geöffneten Ohren hören, es wertschätzen und es wirklich annehmen.

Die meisten Menschen benötigen eine kürzere oder längere Zeit des Heranreifens, um diese Dinge in gottgemäßer Art und Weise zu verarbeiten. Sie benötigen keine evangelistischen Unterhaltungsveranstaltungen, welche in unseren Tagen weltlichen Popkonzerten immer ähnlicher geworden sind, sondern eine echte Begegnung mit Gott unter einer ernsthaften Predigt des Wortes Gottes, und zwar ohne Ansehen der Person. Sie benötigen keinen populären weltförmigen Vortragsredner, sondern einen echten Prediger in der Kraft Gottes.

Die Apostel des Herrn waren keine öffentlichen Sänger oder Sonntagsredner. Sie waren von der Welt verachtete Zeugen des Vaters im Himmel, welche ihr eigenes Leben ganz und gar in die Hand des Vaters gelegt hatten und betend und in völligem Gehorsam Tag für Tag seinen Willen taten. Auch in späterer Zeit gab es immer wieder solche Zeugen, und zwar sowohl bekannte als auch unbekannte. So hatte zum Beispiel John Wesley in allen Kirchengebäuden Englands Hausverbot. Er musste bei Wind und Wetter, am Tag und in der Nacht viele Stunden lang im Freien predigen. In seinem Heimatort stand er auf dem Grabmal seines Vaters und predigte, weil ihm die Kirche den Zutritt verboten hatte. Dennoch strömten die Menschen an allen Orten zu ihm, und Tausende kamen zum echten Glauben. Die Ehre war nicht für John Wesley, sondern für den Vater im Himmel, für den Herrn Jesus Christus und seinen Heiligen Geist, der in Macht und Kraft wirkte.

Solche Prediger und auch solche unbekannten Zeugen im Alltag haben Kraft, denn das Reich Gottes ist nicht in Worten, sondern in Kraft. Der Heilige Geist ist in solchen Predigern aktiv, er wirkt in ihnen und durch sie. Solche Prediger müssen die verlorenen Menschen hören. Solchen oft auch ganz unbekannten Zeugen müssen die Menschen in ihrem Alltag begegnen. Jeder wirklich hingegebene Christ kann auch heute noch in seinem eigenen Leben diesen Dienst eines persönlichen Zeugen an seinen verlorenen Mitmenschen tun, wenn er sich ohne Bedingung vom Heiligen Geist leiten lässt und gehorcht. Viele Hörer des Wortes kommen dann auch zu einer echten Errettung. Die Rebe bringt nur am Weinstock Frucht.

Menschengemachte (und sei es auch evangelistische) Anstrengung in einer selbstgewählten Methodik ohne den Auftrag Gottes im Heiligen Geist ist fruchtlos. Sie ist kein lebendiger Dienst in der Kraft des Herrn, sondern nur religiöse Arbeit. Wie viele Millionen von Traktaten sind schon im Müll gelandet! Wie viele tausend kraftlose Predigten sind schon nach einer Stunde völlig vergessen! Es ist niemals eine Frage der Quantität, sondern immer der geistlichen Qualität. Als der Herr in völligem Gehorsam gegenüber dem Wort des Vaters zum Kreuz ging, hatte er elf Jünger. Wer in seinem Dienst nur seinen eigenen Ideen folgt und nicht wirklich auf die Wegweisung des Herrn durch den Heiligen Geist wartet und IHM gehorcht, der ist in letzter Konsequenz ein Götzendiener. Er dient dem Götzen seines eigenen Selbst.

Die wirkliche Errettung ist immer eine Antwort Gottes, und zwar die Antwort auf echte Buße und echten Glauben des verlorenen Sünders. Nur die Kraft Gottes, die durch einen wahrhaft geistlichen Dienst freigesetzt wird, führt zu echten Ergebnissen für das Reich Gottes. Der Lohn gehört dem Lamm! Die Ehre für die Rettung eines Sünders gehört allein dem Herrn! Der Prediger ist nur ein Diener, welcher auch selbst dem Lamm gehört. Die Errettung geschieht auch meist nicht öffentlich sondern eher in der Stille, sei es ganz alleine vor Gott oder in Anwesenheit einer oder weniger anderer Personen. Kein Massenevangelist mit Showprogramm kann solch eine Bekehrung als eine Nummer in seiner Erfolgsstatistik führen. Sie ist aber dafür echt und gilt vor Gott, der die Herzen kennt.

Die schriftgemäße Errettung ist zudem nicht ein Ereignis, welches einmal geschieht und in Ewigkeit unverändert bestehen bleibt. Dieser Irrtum findet sich in der weit verbreiteten Lehre, welche man im englischen Sprachraum als OSAS (Once Saved Always Saved), im deutschen Sprachraum als EGIG (einmal gerettet immer gerettet) bezeichnet. Aus diesem Irrtum heraus sind verschiedene falsche Lehren entstanden.

So betonen beispielsweise die Hypercalvinisten bis heute zu einseitig das Prinzip „Sola fide“: „Allein aus Glauben“. Wer nach dieser Lehre einmal geglaubt hat, der ist für immer völlig sicher. Er war ja von Ewigkeit her erwählt und braucht sich daher von nun an keine Gedanken mehr zu machen. Die Ungläubigen machen sich gar nicht erst irgendwelche Gedanken, denn sie sind ja nicht von Ewigkeit her erwählt und bleiben ohnehin verloren.

Dieses Denken ist die Essenz dessen, was die Bibel als den toten Glauben bezeichnet. Dieser Glaube ist nur im Kopf. Er ist die intellektuelle oder verstandesmäßige Zustimmung zu den Lehren des Wortes. Der Gläubige hat diese Worte gehört, er hat ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Verstand völlig zugestimmt und hält sie danach bis zum Ende seines Lebens für wahr. Er lebt nach dem Baum der Erkenntnis. Er bleibt geistlich weiterhin unter dem Gesetz, er redet und handelt auch dementsprechend. Er meint errettet zu sein, aber er hat in Wirklichkeit den Baum erwählt, welchen auch Adam und Eva erwählten. Gerade unter den sogenannten Hypercalvinisten und Lutheranern gibt es eine beträchtliche Zahl von gesetzlichen Gläubigen, welche in geistlichem Hochmut auf andere herabsehen und diese verurteilen. Häufig sind ihre Predigten und ihre Schriften „gegen“ etwas oder jemanden. Man sucht einen Andersdenkenden, mit dem man sich intellektuell messen und vergleichen kann.

Die fanatischen Calvinisten waren dann auch bereits im 17. Jahrhundert diejenigen, welche in gesetzlichem Eifer in den Dreißigjährigen Krieg gegen die ebenso fanatischen Katholiken zogen. Sie kannten im Kopf das Wort, aber sie verstanden es nicht. Sie wussten ebenso wie ihre erbitterten Feinde unter den Katholiken nichts davon, dass die Gaben des Geistes nur in Erweisung der Frucht des Geistes ausgeübt werden können. Ein guter Baum bringt mit der Zeit immer mehr gute Frucht. Man erkennt ihn an dieser Frucht: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Die Religionskrieger hatten das Wort, aber nicht den Geist. Sie waren wie die toten Pharisäer zur Zeit des Herrn. Das wirkliche Wort des Herrn ist Geist und Leben, Freiheit und Herrlichkeit. Der wahre Glaube wirkt durch die Liebe, gerade auch durch die Feindesliebe. Er verändert das Herz, er trinkt aus der Quelle des lebendigen Wassers. Er nährt sich vom Baum des Lebens, welcher der Herr Jesus selbst ist. Seine Frucht ist zur Heilung der Menschen, und nicht zu ihrer Verurteilung.

 

Joh 5,37-42: „Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen;
38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat.
39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.
40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen,
42 aber bei euch habe ich erkannt, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.“

Ps 1: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.
4 Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
5 Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
6 Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Weg der Gottlosen führt ins Verderben.“

Off 22,1-5: „Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes.
2 In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.
3 Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.
5 Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

 

Eine weitere Folgeerscheinung der OSAS/EGIG-Lehre ist die sogenannte Hypergrace, welche man heutzutage in unterschiedlicher Ausprägung in den großen ökumenischen Kirchen, in nahezu allen Gemeinden der freien Evangelikalen und in den meisten Brüdergemeinden findet, vielleicht mit Ausnahme der sogenannten Alten Versammlung und der exklusiven Brüderversammlungen (in welchen eher ein gesetzlich-religiöser Geist anstelle des Heiligen Geistes herrscht). Außerdem findet man sie in der nahezu gesamten Charismatik mit ihrem falschen Geist des Abfalls. Hier sind es entweder fehlende Gottesfurcht beziehungsweise geistliche Trägheit bei den Gläubigen, oder die falsche/fehlende Belehrung durch die anerkannten Lehrer und Prediger der Gemeinden, welche zu einem Abfall von der Lehre des Herrn und seiner Apostel sowie zur Duldung selbst gröbster Sünden geführt haben.

Wenn man einmal in solchen Gemeinden aufgenommen wurde und in ihnen anerkannt wurde, dann bekommt man irgendwann von den Ältesten einen Dienst zugeordnet, welcher meistens den eigenen natürlichen Fähigkeiten oder den für die Ältesten sichtbar gewordenen persönlichen Talenten entspricht, und nicht wirklich der Leitung des Heiligen Geistes. Solange man diesen von Menschen gegebenen Dienst ausführt und keine unbequemen Fragen hinsichtlich der Lehre stellt, kann man in Ruhe weitergehen. Das Leben außerhalb der Gemeindestunden ist dann weniger interessant.

Viele Gläubige in diesen Gemeinden haben zwar irgendwann einmal „Jesus in ihr Herz aufgenommen“ und sich danach im Wasser taufen lassen. Ihnen ist jedoch nicht ausreichend bewusst, was sie in dieser Taufe wirklich bekannt haben, denn niemand von ihren Lehrern hat ihnen erklärt, dass die Nachfolge als Jünger Jesu Christi das eigene Leben kostet. In ihrem täglichen Leben ist daher nichts oder nur sehr wenig von ihrem Bekenntnis zu erkennen. Sie tun weiter ihren eigenen Willen, und nicht den Willen des Vaters. Sie leben nicht als Gekreuzigte/Gestorbene/Begrabene/Auferstandene, sondern im alten Eigenwillen ihres Fleisches. Sie sind Feinde des Kreuzes, und sie werden am Ende verloren gehen, wenn sie nicht wahrhaft Buße tun. Es gibt keine gottgemäße Bekehrung ohne Buße. „Vergebung“ nur aus verstandesmäßigem Glauben an einen biblischen Wortlaut, durch das Aufsagen einer Bekehrungsformel ohne wahre Buße im Herzen des Menschen ist eine verhängnisvolle Täuschung. Sie führt zu einer eingebildeten Errettung, welche sich am Tag des Herrn als unecht erweisen wird. Das ist tragisch!

Die soeben angesprochenen Gemeindemitglieder haben sich niemals die Mühe gemacht herauszufinden, ob das was ihnen ihre Lehrer erzählt haben auch wirklich wahr ist. Sie haben nie selbst ernsthaft und betend die Schriften studiert. Sie sind sich niemals in echter Demütigung vor dem Herrn Jesus Christus ihrer eigenen geistlichen Armut, Blindheit und Blöße bewusst geworden. Sie haben niemals wie der blinde Bartimäus ihren Deckmantel abgeworfen und ernstlich im Gebet in echter geistlicher Not und Gottesfurcht den Herrn um Hilfe angerufen. Der lebendige Herr selbst hat sich ihnen daher auch noch nicht wirklich in ihrem Herzen geoffenbart. Sie haben noch nicht erkannt was echter Glaubensgehorsam ist, was der geistliche Wandel im Neuen Bund ist, und was der Herr in Wahrheit von ihnen fordert. Sie kennen in ihrem Verstand etwas aus dem Wort Gottes, aber nicht wirklich tief in ihrem Herzen den Gott des Wortes. Sie essen vom Baum der Erkenntnis, und nicht vom Baum des Lebens. Sie schwimmen mit dem Gemeindestrom: „Eine Predigt pro Woche und eine Stunde Bibelkreis sind genug. Die Ältesten werden es schon wissen!“ Nein. Die Beröer stellten sogar die Aussagen des Apostels Paulus anhand der Schriften auf den Prüfstand. Und Paulus war nun wirklich kein von sich selbst berufener Sonntagsprediger.

 

Ps 25,14-15: „Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.
15 Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet, denn er wird meine Füße aus dem Netz ziehen.“

1Thess 5,21: „Prüft alles, das Gute behaltet!“

Apg 17,10-11: „Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben.
11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte.“

Mt 7,7-8: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!
8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“

Mk 10,50-52: „Er aber warf seinen Mantel ab, stand auf und kam zu Jesus.
51 Und Jesus begann und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde!
52 Da sprach Jesus zu ihm: Geh hin; dein Glaube hat dich gerettet! Und sogleich wurde er sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg.“

Ps 119,67+71: „Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber befolge ich dein Wort.
71 Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Anweisungen lerne.“

1Pe 5,5: „Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter; ihr alle sollt euch gegenseitig unterordnen und mit Demut bekleiden! Denn »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«.“

Jak 4,2: „Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.“

Mt 7,21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“

Phil 3,18-19: „Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus;
19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.“

 

Ein großes Übel besteht darin, dass die Gnade mit der Vergebung verwechselt wird. Unter der falschen Gnade braucht man keine weiteren Sünden mehr zu bekennen und zu lassen, denn der Herr hat ja am Kreuz sowieso schon alle Sünden bezahlt. Sie sind ja schon alle vergeben. Man kann am Kreuz alle seine weiteren kleinen Sünden deponieren und vergessen. Wenn man dieselbe Sünde wiederholt, dann deponiert man sie noch einmal, lässt sie durch das Blut Christi abwaschen, und weg ist sie: „Die Gnade hat alle Sünden vergeben!“ - Nein, das hat sie nicht! Das tat nur die falsche Gnade. Die echte Gnade hilft dem Gläubigen hier und heute die Sünde zu erkennen, sie zu bekennen und in Zukunft zu lassen! Die echte Gnade kehrt nicht alles unter den Teppich, sondern sie verleiht Erkenntnis der eigenen Sünde und Kraft zur Überwindung. Wer seine Sünden bereut, bekennt und lässt der wird Barmherzigkeit finden.

 

Spr 28,13: „Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

 

Man singt gerne das bekannte Lied: „Jesus, ich komme zum Kreuz“. Die Volksmassen, die römischen Soldaten, die Pharisäer und die Schriftgelehrten kamen aber auch zum Kreuz. Die Volksmassen folgten einfach ihrer Schaulust. Die römischen Soldaten führten die grausame Hinrichtung durch. Die Pharisäer und Schriftgelehrten hassten den Herrn Jesus Christus. Sie hatten ihn an dieses Kreuz gebracht und verspotteten ihn jetzt. Einige der dienenden Frauen im Umkreis des Herrn, seine Mutter und einige der Jünger kamen ebenfalls zum Kreuz. Sie kamen aus Liebe. Sie sahen alles was geschah, aber sie verstanden es nicht. Auch einer der beiden Schächer verstand es nicht.

Nur der zweite Schächer tat echte Buße, bekannte seine Sünde im echten Glauben an den gekreuzigten Herrn und sein kommendes Reich und wurde im selben Augenblick gerettet. Er war in dieser schweren Stunde nicht einfach „zum Kreuz gekommen“. Er hing wegen seiner eigenen Schuld zusammen mit dem anderen Schächer neben dem Herrn am Kreuz. Er war mit Christus gekreuzigt und starb wenige Stunden später mit Christus. Erst nach der Auferstehung des Herrn und der Begegnung mit ihm begannen auch die Übrigen zu verstehen, worum es eigentlich ging.

Der fanatische Verfolger Saulus von Tarsus wurde auf dem Weg nach Damaskus vom Herrn selbst zu Boden geworfen, völlig geblendet und dadurch in eine tiefe Buße geführt. Drei Tage später wurde er in Damaskus durch die Handauflegung und das Gebet des Jüngers Ananias zur Errettung gebracht und empfing die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Seine alten Sünden wurden abgewaschen, er wurde mit Christus begraben und auferstand mit Christus zum Wandel in der Neuheit des Lebens. Er empfing die Taufe im Heiligen Geist und Feuer und wurde zum Apostel Paulus. Unmittelbar danach wurde er im Wasser getauft. Er bekam seinen Dienst nicht von einem Gemeindeältesten zugeteilt, sondern er empfing alle seine Gaben und sogar das Evangelium selbst aus der Hand des Herrn. So konnte er nicht nur ein religiöser Arbeiter sein, sondern ein wirklicher Diener in der Kraft des Heiligen Geistes. Er blieb für den Rest seines irdischen Lebens seinem eigenen Willen gemäß mit Christus gekreuzigt und folgte IHM. Er war dem Vater Tag für Tag gehorsam, was immer das auch beinhalten mochte.

 

Apg 9,17-18: „Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist!
18 Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er konnte augenblicklich wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen.“

Apg 22,16: „Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen, und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst!“

Rö 6,5-6: „Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein;
6 wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen.“

Gal 1,11-12: „Ich lasse euch aber wissen, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt;
12 ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“

Gal 2,20: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“

Gal 6,14: „Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“

1Kor 4,7: „Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?“

1Tim 1,12+16: „Und darum danke ich dem, der mir Kraft verliehen hat, Christus Jesus, unserem Herrn, dass er mich treu erachtet und in den Dienst eingesetzt hat,
16 Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben.“

 

Es ist nicht genug, „zum Kreuz zu kommen“. Das Kreuz ist kein Schuttabladeplatz. Das Kreuz ist der Ort, an dem der alte Mensch mit Christus sterben muss. Man muss selbst an das Kreuz gehen und dort im Geist seinen Platz mit dem Herrn Jesus einnehmen. Wer einmal am Kreuz hängt, der hat keine andere Option mehr als den Tod. Man muss sein seelisches Eigenleben willentlich kreuzigen lassen, es in den Tod geben und es dann in der Wassertaufe begraben lassen. Im Auftauchen bei der Taufe geschieht dann auch für andere sichtbar der Eintritt in den Wandel des neuen auferstandenen Menschen im ewigen Leben.

 

Hebr 4,12-13: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“

Gal 2,20: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“

Rö 6,4: „Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“

Rö 6,6: „Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen.“

 

Man muss danach in der lebenslangen Nachfolge hinter dem Herrn her als ein gekreuzigter, gestorbener und auferstandener Mensch ganz bewusst Tag für Tag sein eigenes Kreuz aufnehmen. Das bedeutet, dass man Tag für Tag seinen eigenen Willen im Gebet vor dem Herrn ganz bewusst in den Tod gibt. In jeder Versuchung muss gelten: „Ich bin mit Christus gekreuzigt!“ Dann kommt das Reich Gottes ins Herz und ins Leben. Das ist nichts anderes als das gelebte Vaterunser: „Unser Vater im Himmel: Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden…

Der Tod am Kreuz ist auch kein Sekundentod wie etwa Erschießen oder ein Herzanfall. Es ist ein langsamer Tod. Manche Gekreuzigte hingen für mehrere Tage an dem schrecklichen Fluchholz. Das Fleisch (der Eigenwille der Seele) muss daher von dem Gläubigen solange am Kreuz gehalten werden, bis es gestorben ist. Man muss freiwillig Tag für Tag gekreuzigt leben, und nach einiger Zeit wird dann auch mit der Hilfe des Heiligen Geistes der Tod des Fleisches immer mehr erkennbar werden. Kein egoistischer Wille, kein Kampf und Streit mit Menschen um eigene Interessen, keine böse Lust der Augen, keine böse Lust des Fleisches, keinen Hochmut des Lebens mehr. Kein Streben nach Geltung, Position, Ansehen, Anerkennung und Reichtum mehr. In letzter Konsequenz auch keine eigenwilligen Lebenspläne mehr.

Die zunächst innerliche Veränderung des Gläubigen wird immer mehr sichtbar nach außen. Der Gläubige gewinnt durch die Hilfe des Heiligen Geistes mehr und mehr Kraft, den Willen des Vaters zu tun und ein Zeuge für andere zu sein. Im Kreuz ist unsere Kraft verborgen!

 

Luk 9,23: „Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

Luk 12,31: „Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“

Joh 12,24-26: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.
25 Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
26 Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn [mein] Vater ehren.“

Mt 7,21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“

Apg 9,6: „Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und geh in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst!“

 

Was ist nun die Gnade gemäß der Heiligen Schrift? Es ist zum einen der Wesenszug und die Herzenshaltung Gottes, welche uns gesucht, gefunden und zu ihm selbst gebracht hat.

 

2Mo 34,6-7: „Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue;
7 der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied!“

Rö 5,1-2: „Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,
2 durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.“

Eph 2,8: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es.“

 

Zum anderen ist sie wie bereits zuvor gesagt die tägliche Hilfe der Hand Gottes für den Weg des Glaubens, für den schmalen Weg des Kreuzes, der als einziger zum Ziel führt. Einige Liederdichter kannten diese Gnade und haben sie in ihren Liedversen so beschrieben: „Gott zeigt den Menschen jeden Tag was bei ihm Gnade heißt: Das was ich selber nicht vermag, schenkt er durch seinen Geist“ …. „Die Gnade hat mich Furcht gelehrt und mich von Furcht befreit.“… „Wo ihrs fehle weiß die Seele, aber Du hast Kraft!“ John Newton in England: „Amazing grace, how sweet the sound that saved a wretch like me; I once was lost, but now I´m found, was blind but now I see!“

Gnade ist nicht die Vergebung der Sünden, sondern sie ist die innere Regung des Herzens Gottes, welche zunächst einmal den verlorenen Sünder sucht. Barmherzigkeit für den Elenden und Gnade für den Sünder! Liebe und Gnade haben den Herrn Jesus Christus dazu gebracht, sein Erlösungswerk zu tun. Gnade ist der Grund für die Tätigkeit des Heiligen Geistes, die den Sünder überführt und ihn das Fürchten lehrt. Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit. Gnade ist das Motiv im Herzen Gottes zur Rettung des Sünders durch das Angebot des Evangeliums. Danach ist sie die tägliche Hilfe Gottes, der tägliche Kraftstrom aus der Hand des Heiligen Geistes zur Hilfe für den gehorsamen und willigen Gläubigen, damit er ein festes Herz bewahren kann, damit er den Glauben und den Gehorsam bewahren kann, damit er den Willen des Vaters tun kann, damit er in den Anfechtungen standhalten kann und auszuharren vermag im Tragen des Kreuzes bis ans Ende.

 

Spr 1,7: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!“

Joh 16,8: „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht.“

Rö 6,14: „Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“

1Kor 15,9-10: „Denn ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade, die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.“

Hebr 4,15-16: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.
16 So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“

Hebr 12,14-16: „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!
15 Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden,
16 dass nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.“

Hebr 13,9: „Lasst euch nicht von vielfältigen und fremden Lehren umhertreiben; denn es ist gut, dass das Herz fest wird, was durch Gnade geschieht, nicht durch Speisen, von denen die keinen Nutzen hatten, die mit ihnen umgingen.“

 

Die Errettung gemäß dem Wort Gottes ist somit ein lebenslanger Prozess, den der Mensch durchläuft. Erweckung, Überführung, Buße, Neugeburt. Auf die schmale Pforte des Eintritts in das Reich Gottes folgt danach der schmale Weg der Heiligung und des Kreuzes, der zum Ziel führt. Das geistliche Ziel ist die Verherrlichung des Vaters und des Sohnes durch Umwandlung des Gläubigen in die Christusähnlichkeit. Es ist die Überwindung und der Sieg über die bewussten (nicht die unbewussten) Sünden schon in diesem irdischen Leben. Das Ende dieses Weges ist dann der Eintritt in die sichtbare Gegenwart des Herrn Jesus Christus und in die himmlische Herrlichkeit. Siehe hierzu auch die aufschlussreiche Vortragsreihe des Evangelisten und Lehrers Paris Reidhead, die bereits vor etlichen Jahren im Bethany-College in USA aufgenommen wurde: YouTube/Paris Reidhead/So Great Salvation (8 Videos). Von dem gleichen Lehrer siehe auch: YouTube/Paris Reidhead/Ten Shekels and a Shirt.

Durch Adam und Eva kam die Sünde in die Welt, und mit ihr der Tod. Der Lohn (Lohn wird immer verdient) der Sünde ist der Tod. Der Herr Jesus Christus kam als der letzte Adam in diese gefallene Welt, um seinen Vater durch ein vollkommen heiliges Leben zu ehren, das Verlorene zu erstatten, den Tod als den Lohn unserer Sünde zu empfangen und nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt sein Volk vom himmlischen Thron aus als allmächtiger Herr und betender Hohepriester zu erretten von ihren Sünden, damit sie schon hier auf der Erde ein reines und heiliges Leben zur Ehre des Vaters und des Sohnes führen könnten. Dazu ist der Heilige Geist in unser Herz gekommen. Die Gnadengabe Gottes ist ewiges Leben in dem Herrn Jesus Christus. Darum geht es: Um die Verherrlichung Gottes in der Errettung des verlorenen Menschen und um die Verherrlichung Gottes im Leben des erretteten Menschen. Für die verlorenen Menschen wird es einmal die Verherrlichung Gottes im Gericht bedeuten.

Somit können wir sagen: In der Bekehrung mit der Vergebung und der Neugeburt wird der verlorene Mensch zur Verherrlichung Gottes vom Fluch der Sünde in seinem Wesen, vom Gericht über die Sünde und von der Todesstrafe für die Sünde errettet. Er empfängt das neue Herz, den neuen Geist und den Heiligen Geist. Das ist die erste Phase der gottgemäßen Errettung. In der lebenslangen Heiligung und Umwandlung in das Bild Christi wird er zur Verherrlichung Gottes von der Macht der Sünde in seinem Leben errettet. Er wird freigemacht von der Sklaverei der Sünde und von dem Leben unter dem Gesetz des Todes. Das ist die zweite Phase. An jedem Punkt dieses Weges kann der Christ jedoch den Weg verlassen und sich ganz bewusst wieder dem alten Leben zuwenden. Er hat dann die Gnade mit Füßen getreten und das Blut Christi für nichts geachtet. Es gibt hierbei Sünde nicht zum Tode und Sünde zum Tode. Für erstere kann noch gebetet werden, damit erneute Buße und Umkehr zum Herrn erfolgen kann. Für letztere soll nicht mehr gebetet werden. Für einen solchen kann Christus nicht ein zweites Mal gekreuzigt werden.

 

1Joh 5,16-17: „Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so soll er bitten, und Er wird ihm Leben geben, solchen, die nicht zum Tode sündigen. Es gibt Sünde zum Tode; dass man für eine solche bitten soll, sage ich nicht.
17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode.“

 

Wenn der Gläubige dem Herrn treu ist und sich Ihm ganz hingibt, dann wird er irgendwann mit dem Heiligen Geist erfüllt bzw. im Geist getauft zum Dienst in Kraft. Bei seinem Eintritt in die ewige Herrlichkeit wird der Gläubige dann schließlich zur Verherrlichung Gottes in der neuen ewigen Welt für immer von seinem Todesleib und von der Anwesenheit der Sünde errettet (dritte Phase). Dann ist jede Gefahr und jede Versuchung für immer zu Ende.

Hier ist die vollständige Errettung: Erweckung des verlorenen Sünders, Überführung von Sünde, von Gerechtigkeit und Gericht, dann Buße (das ist die innere Abkehr vom alten Leben und vollständige Hinwendung zu Gott). Dann Frucht der Buße (die Änderung des praktischen Lebens und des Denkens als Folge der Buße). Danach Glauben an das rettende Wort des Evangeliums und Bekehrung (Buße und Glauben). Errettung vom Lohn und Fluch der Sünde im geistlichen Sterben des alten Menschen und in der geistlichen Neugeburt. Wassertaufe. Empfang des Heiligen Geistes (dies ist vor oder nach der Wassertaufe möglich). Erste Heiligungsschritte, Gehorsam und Reinigung auf dem Weg des Kreuzes. Beständiges Gebet um und Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Spätere Taufe im Heiligen Geist und Feuer (vergleichbar dem Pfingstereignis in Apg 2) mit Befreiung, mit Kraft zur Vollendung der Heiligung in der Furcht des Herrn und zum geistgeleiteten Dienst im Reich Gottes. Weiterhin lebenslanger gehorsamer Dienst für den Herrn und lebenslange gläubige Buße mit Sündenbekenntnis und fortwährender Reinigung. Errettung von der Macht der Sünde mit der Hilfe des Heiligen Geistes. Am Ende die ewige Errettung von der Anwesenheit der Sünde und vom Leib des Todes in der Verherrlichung. Diese Errettung ist nicht in erster Linie eine Änderung der irdischen Lebensumstände des Gläubigen (obwohl sie auch das mit sich bringen kann), sondern die Errettung des Gläubigen von seinen Sünden und von deren Lohn, also vom ewigen Tod.

 

Joh 5,24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“

Mt 1,21: „Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“

Mt 3,11: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“

Mk 1,14-15: „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes
15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“

Lk 3,8-9: „So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
9 Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!“

Lk 3,16: „Johannes antwortete allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“

Lk 9,23: „Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

Apg 1,5+8: „Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.
8 sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“

2Kor 7,1: „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“

2Tim 4,18: „Der Herr wird mich auch von jedem boshaften Werk erlösen und mich in sein himmlisches Reich retten. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

 

Der Mensch ist bei seiner Wiedergeburt im Geist ganz neu geworden. Der alte Mensch ist im Geist mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben. Der neue Mensch ist im Geist mit Christus auferweckt zu neuem Leben und versetzt in die himmlischen Regionen. Er hat einen neuen Geist und ein neues Herz empfangen, und er hat den Heiligen Geist als Helfer empfangen.

Nun gilt es für den Gläubigen, diese geistlichen Tatsachen in seiner täglichen Nachfolge hinter dem Herrn her immer wieder neu praktisch zu verwirklichen. Das ist der Weg des Kreuzes. Es ist der Weg des Gehorsams, der Heiligung, der Reinigung und der Umwandlung in das Bild Christi. Diesen Weg des Kreuzes kann der Gläubige nicht in seiner eigenen Kraft gehen. Der neugeborene Geist ist zwar willig aber das Fleisch (das alte seelische Ego) und der natürliche unerlöste Leib stehen ihm entgegen. Deshalb muss der Christ nicht nur glauben, sondern auch die Kraft Gottes empfangen, um zu überwinden. Der lebendige und gehorsame Glaube an Christus und an seine Verheißungen überwindet die Welt, denn er führt zur echten Nachfolge des Christen. Die Verheißungen für die Überwinder sind wunderbar.

 

1Joh 5,4-5: „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
5 Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?“

Off 2,7: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.“

Off 2,11: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod.“

Off 2,17: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.“

Off 2,26-28: „Und wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Vollmacht geben über die Heidenvölker,
27 und er wird sie mit einem eisernen Stab weiden, wie man irdene Gefäße zerschlägt, wie auch ich es von meinem Vater empfangen habe;
28 und ich werde ihm den Morgenstern geben.“

Off 3,5: „Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“

Off 3,12: „Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen.“

Off 3,21: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“

Off 21,7: „Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“

 

Das Überwinderleben ist das Leben, welches der Herr Jesus Christus in Vollkommenheit als Mensch vor dem Vater gelebt hat. Heute ist Christus selbst in dem Gläubigen dieses Leben! Der Gläubige kann es nicht in seiner eigenen Kraft erringen, und er muss das auch nicht tun. Das Überwinden wird in ihm durch den Heiligen Geist gewirkt, wenn der Gläubige selbst den Glauben festhält, wenn er den Herrn liebt und ihm entschlossen und gehorsam auf dem Weg des Kreuzes nachfolgen möchte.

Der Gläubige erbittet vom Vater die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und vom Herrn Jesus Christus die Taufe im Heiligen Geist und in Feuer (der Herr selbst ist der große Täufer, denn er selbst als Mensch auf der Erde hat alle Taufen empfangen: Wassertaufe, Taufe im Heiligen Geist, Gerichtstaufe). Der Heilige Geist wirkt in dem Gläubigen das Wollen und das Vollbringen der Heiligkeit. Er bewirkt sie aber nur dann, wenn der Gläubige zuvor ganz bewusst seinen eigenen Willen in freiem Entschluss in den Willen des Vaters hineingelegt hat. Diese Entscheidung muss der Gläubige selbst täglich neu treffen. Jeden Morgen nimmt der Gläubige seinen Platz am Kreuz für diesen Tag neu ein und geht mit dem Herrn voran. Er trägt allezeit das Sterben Christi an seinem eigenen Leib umher. Dann geschieht es.

Ein unbekannter Dichter sagte es einmal so: „Heute, wenn sein Wort dich trifft, so halt ihm endlich still! Brich mit dem Vergangenen, sprich zu Gott: „Ich will!“. Und das Todesurteil das auf deinem Leben stand, wird gelöscht von Gottes guter Vaterhand.“ Wir singen es auch in einem Lied: „Mein Wille gehört meinem Gott.“

 

Rö 8,36-37: „Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!«
37 Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“

Off 12,10-11: „Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.
11 Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!“

Phil 1,6: „Ich bin davon überzeugt, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“

Phil 2,12-13: „Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern;
13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“

Gal 6,14: „Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“

2Kor 4,7-11: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.
8 Wir werden überall bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung;
9 wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um;
10 wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesus am Leib umher, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar wird.
11 Denn wir, die wir leben, werden beständig dem Tod preisgegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar wird an unserem sterblichen Fleisch.“

 

Der Herr gibt dem Schwachen Kraft, und er gibt Gnade dem Demütigen, welcher anerkennt, dass er das Leben in der Überwindung und im Sieg zwar erstrebt, dass er es aber letztlich nicht aus eigener Kraft selbst führen kann. Der Gläubige des Neuen Bundes muss nicht mehr gesetzlich dienen, sondern er hat sein Fleisch (sein seelisches Eigenleben) gekreuzigt. Er dient in freiwilligem Gehorsam unter der Gnade im Willen des Vaters und wird vom Heiligen Geist schrittweise in die Freiheit und in die Christusähnlichkeit hineingeführt. Er bittet den Vater jeden Tag, dass er mit dem Heiligen Geist erfüllt werden möge, dass er als Überwinder leben und dazu Gnade zur rechtzeitigen Hilfe empfangen möchte, und der Vater gibt diese Gnade. Jesus Christus und der Heilige Geist bewahren den Gläubigen durch die Gnade im Gehorsam und schützen ihn vor dem Fall. Der Heilige Geist wirkt in dem Gläubigen das Wollen und das Vollbringen, wenn der Gläubige seinen Willen im Bewusstsein seiner eigenen Ohnmacht in den Willen des Vaters hineingibt. Der Geist macht frei und schenkt den Sieg über die Sünde, über das Fleisch, den Teufel und die Welt.

Der Christ darf nun lebendig erfahren, dass er dem Gesetz toter Werke, dem Gesetz des Alten Bundes gestorben ist. Er darf im Glauben annehmen, dass er ganz freigemacht ist von diesem Gesetz, und dass er in ein anderes Gesetz eingetreten ist, nämlich in das Gesetz des Geistes des Lebens in Jesus Christus, in das Gesetz der Freiheit. Er darf sich täglich abkehren von den toten Werken seines Eigenwillens hin zu den guten Werken des Glaubens, welche der Herr zuvor für ihn bereitet hat. Er ist in Christus, und Christus lebt in ihm. Er lebt im Heiligen Geist, und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Freiheit vom Willen des Fleisches und der Gedanken, von der Sündensklaverei und vom geistlichen Tod. Freiheit, dem Vater zu gehorchen.

 

Rö 8,2: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“

Eph 2,2-3: „… in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt;
3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.“

2Kor 3,17-18: „Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
18 Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“

 

Der Christ wandelt im Licht des Herrn und prüft sich selbst jeden Tag in diesem Licht. Wenn er bei sich selbst eine Sünde erkannt hat, dann bekennt seine Sünde im Gebet vor dem Herrn (und bei entsprechender Notwendigkeit auch dem Menschen gegenüber dem er sie begangen hat) und wird durch das Blut Christi gereinigt. Er ist entschlossen, diese Sünde in Zukunft zu lassen. Dann folgt er dem Herrn weiter freudig nach. Er bleibt stets demütig im ungeheuchelten Glauben und hält sein Gewissen möglichst rein von bewussten Sünden indem er nichts vertuscht, weder vor Gott noch vor sich selbst, noch vor den Menschen, die es betrifft. So kann er in der Sabbatruhe der Kinder Gottes wandeln bis zur Ankunft des Herrn.

 

Phil 1,6: „Ich bin davon überzeugt, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“

Phil 2,13: „Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“

Joh 8, 34-36: „Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.
35 Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig.
36 Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.“

Rö 6,14: „Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“

Rö 8,1-2: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.
2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“

1Joh 1,7-9: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.
8 Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Hebr 4,9-10: „Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten;
10 denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen.“

 

Schließlich ist das Überwinderleben auch das Leben in der ersten Liebe. Der Herr hatte gegen die Epheser, dass sie diese Liebe verlassen hatten. Was ist nun die erste Liebe? Sie ist nicht die emotionale Erregung oder der erste Eifer des jungen Gläubigen während der ersten Zeit nach seiner Bekehrung. Sie ist vielmehr der gläubige und freiwillige Gehorsam gegenüber dem Herrn Jesus Christus und dem Vater, welchen der Heilige Geist in dem Gläubigen wirkt, wenn dieser Gläubige entschlossen den Weg des Kreuzes gehen möchte. Sie ist der Glaubensgehorsam, welcher ungeachtet aller Menschen, ungeachtet aller Umstände und ungeachtet der Welt den Herrn Jesus an die erste Stelle setzt und den Willen des Vaters ohne Bedingung tut. So hat der Herr Jesus Christus als Mensch auf der Erde vor seinem Vater gelebt.

 

Joh 5,19-20: „Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet.“

Joh 8,26-29: „Ich habe vieles über euch zu reden und zu richten; aber der, welcher mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. 27 Sie verstanden aber nicht, dass er vom Vater zu ihnen redete.
28 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin; und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich.
29 Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt.“

Joh 14,30-31: „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.
31 Damit aber die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf und lasst uns von hier fortgehen!“

Mt 26,39: „Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“

Joh 18,11: „Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?“

 

So sollen auch die Gläubigen leben, denn sie sind vom Herrn genauso in die Welt gesandt, wie der Herr selbst vom Vater in die Welt gesandt wurde. Sie werden vom Vater ebenso geliebt wie der Vater den Herrn Jesus Christus geliebt hat. Der echte Christ übt Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, aber er handelt unbarmherzig mit seiner eigenen Sünde. Das gilt für Sünden in der Tat, im Wort und in den Gedanken. Im Neuen Bund wird nicht das Äußere des Bechers gereinigt wie bei den Pharisäern, sondern das Innere. Leider muss gesagt werden, dass es in den heutigen Gemeinden zahlreiche einfache Christen und auch christliche Leiter (siehe z.B. den Skandal um T.D. Jakes in den USA) gibt, die in ihrem Leben grob gegen diese Dinge verstoßen haben. Sie haben eine christliche Fassade aufgebaut, aber sie denken und handeln wie die Pharisäer. Sie haben oft bemerkenswerte Schriftkenntnis, aber sie leben nicht danach. An dem Elenden gehen sie achtlos vorüber.

 

Kla 3,39: „Was beklagt sich der Mensch, der noch am Leben ist? Es hätte sich wahrlich jeder über seine Sünde zu beklagen!“

Mk 7,20-23: „Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.
21 Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord,
22 Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.
23 All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.“

Mt 23,24-28: „Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt!
25 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit!
26 Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde!
27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind!
28 So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.“

Joh 17,18: „Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt.“

Joh 17,23: „…ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“

2Kor 7,1: „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“

1Joh 3,1-3: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.
2 Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
3 Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.“

 

Wenn die Gläubigen auf ihrem Weg durch die Wüste dieser Welt beständig den Willen des Vaters suchen und ihn Tag für Tag gehorsam tun, dann wird der Vater nach einer Zeit des echten Selbstgerichtes, der inneren Reinigung und des Flehens zu IHM zusammen mit dem Sohn zu ihnen kommen und in ihrem Herzen Wohnung machen. Dann werden sie nicht nur mit Christus auferstanden sein, sondern Christus selbst wird in ihnen auferstehen und sein eigenes Leben durch sie und in ihnen leben. Das ist dann die Fülle des ewigen Lebens in der wahren Erkenntnis des Vaters und des Sohnes im Herzen, das Leben im himmlischen Land, in der Fülle Gottes schon auf dieser Erde. Der Gläubige erlebt, wie er im Strom des lebendigen Wassers Gottes Tag für Tag weiter getragen wird und wie er in diesem Strom schwimmen kann. Es gibt hier kein Ansehen der Person. Ein „großer christlicher Leiter“ kann diesen Segen verscherzen, ein ganz kleiner Christ oder eine ganz kleine Christin kann ihn finden. Wie wunderbar sind die Wege Gottes.

 

Joh 14,15-17: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!
16 Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit,
17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“

Joh 14,21-24: „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
22 Da spricht Judas – nicht der Ischariot – zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
24 Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.“

Gal 2,20a: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir.“

Gal 4,19: „Meine Kinder, um die ich noch einmal Geburtswehen leide, bis Christus in euch Gestalt gewinnt…

Kol 1, 27: „Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“

Joh 17,3: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

Hes 47,3-6: „Während nun der Mann mit einer Messschnur in seiner Hand nach Osten hinausging, maß er 1 000 Ellen und führte mich durch das Wasser; und das Wasser ging mir bis an die Knöchel.
4 Und er maß [noch] 1 000 Ellen und führte mich durch das Wasser; da ging mir das Wasser bis an die Knie. Und er maß [noch] 1 000 Ellen und führte mich hinüber, da ging mir das Wasser bis an die Lenden.
5 Als er aber [noch] 1 000 Ellen maß, da war es ein Strom, den ich nicht durchschreiten konnte. Denn das Wasser war so tief, dass man darin schwimmen musste; ein Strom, der nicht zu durchschreiten war.
6 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Und er führte mich und brachte mich wieder an das Ufer des Stromes zurück.“

Joh 7,38: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

 

Wir danken dem Vater in Jesu Namen für die wunderbare Errettung, die er uns geschenkt hat. Wir geben IHM und dem Herrn Jesus Christus im Heiligen Geist alle Ehre und Anbetung dafür. Wir danken Gott für seine unaussprechliche Gabe.

 

2Kor 9,15: „Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!“

1Thess 5,23-24: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!
24 Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun.“

Jud 24-25: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen,
25 dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit!“

 

Amen.

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