Verschiedene Themen

Wie das Smartphone uns vom geistlichen Wachstum abhalten kann
Im vorliegenden Artikel geht es um Ziele im Leben eines Christen und um mögliche Ablenkungen, welche das Erreichen dieser Ziele verhindern können.


Inhaltsverzeichnis

Einleitung
(1) Zielorientiertes Leben – Unsere Vorbilder
     (1.1) Ziele Gottes
     (1.2) Ziele des Herrn Jesus Christus
     (1.3) Der Gläubige und seine Ziele
     (1.4) Der Apostel Paulus und seine Lebensziele
     (1.5) Fazit
(2) Ablenkungen im Leben eines Christen
(3) Wie das Smartphone uns vom geistlichen Wachstum ablenken kann
     (3.1) Geschichte der Technik
     (3.2) Wir sind süchtig nach Ablenkung
     (3.2) Warum lassen wir uns von Ablenkungen locken?
     (3.3) Was sind die Folgen dieser Ablenkungen?
     (3.4) Mit dem Smartphone smart leben
(4) Zielorientiertes Leben – Der Blick auf uns selbst
     (4.1) Den Willen des Herrn verstehen – Meine Ziele (V. 17)
     (4.2) Die Gelegenheiten auskaufen – Meine Analyse (V. 16)
     (4.3) Die weise Lebensführung – Meine Planung (V. 15)
(5) Zusammenfassende Gedanken

 

Einleitung

Im vorliegenden Artikel geht es um Ziele im Leben eines Christen und um mögliche Ablenkungen, welche das Erreichen dieser Ziele verhindern können. Wie können wir zielorientiert leben? Und wie können wir bewusst Ablenkungen vermeiden? Der Artikel soll natürlich keine grundlegende Streitschrift gegen technische Innovationen sein. Vielmehr möchten wir den/die Leser/in dazu anregen, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen.

 

Relevanz des Themas

Morgens fahre ich mit Bus und Bahn zu Arbeit. Viele Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln haben während der gesamten Fahrt ein Display vor den Augen und zwei Stöpsel in den Ohren. Dieser Trend ist seit 2015 stark zunehmend. Zur Beschreibung solcher Menschen hat sich das Jugendwort „SMOMBIE“ (Smartphone - Zombie) entwickelt.

Die Dauerbeschäftigung mit virtuell gesteuerten Belanglosigkeiten führt leider dazu, dass die Menschen weniger Ruhezeiten zum Nachdenken haben. Auch Christen finden immer seltener die Zeit dazu, das eigene Leben zu reflektieren. Sie finden es zunehmend schwierig, eine regelmäßige stille Zeit mit Gott zu verbringen und (entsprechend unserem Text) geistliche Ziele mit ihm zu vereinbaren. Auch im ganz normalen Alltagsleben kann es durchaus einmal von Wert sein, den Gedanken nachzugehen, ohne dabei ständig „online“ sein zu müssen.

Im weiteren Verlauf möchten wir daher den folgenden drei Fragen nachgehen:

1) Gibt es biblische Vorbilder für ein zielorientiertes Leben?
2) Auf welche Weise hält das Smartphone uns vom geistlichen Wachstum ab?
3) Wie kann ich ein zielorientiertes Leben führen?

 

Das Thema spricht hierbei natürlich an erster Stelle auch den Schreiber des vorliegenden Textes selbst an. Obwohl er nur recht wenig Zeit am Handy verbringt, so findet er doch in seinem eigenen Tagesablauf auch immer wieder andere Dinge, die ihn davon abhalten eine regelmäßige und ausgiebige stille Zeit mit Gott zu verbringen.

Gott hat jedoch einen zeitlichen und ewigen Plan mit Deinem und mit meinem Leben! Lasst uns diesen Plan erkennen und mit Gott besprechen. Lasst uns dabei nicht abgelenkt werden durch irgendwelche Belanglosigkeiten!

 

(1) Zielorientiertes Leben – Unsere Vorbilder

Zunächst einmal wollen wir untersuchen, ob wir in der Bibel konkrete Anhaltspunkte zum Thema „Ziele“ finden können. Schweigt die Bibel vielleicht sogar zu diesem Thema, weil sie sich möglicherweise mit so einem „neumodischen Kram“ wie Lebenszielen nicht auseinandersetzen möchte?

Bei näherer Betrachtung stellen wir natürlich sehr schnell fest, dass die Bibel in der Tat an zahlreichen Stellen über Ziele spricht. Sie formuliert sowohl für Gott und für Jesus Christus als auch für den Gläubigen klare Ziele. Schauen wir uns nun einige dieser Ziele Schritt für Schritt an.

 

(1.1) Ziele Gottes

Wir beginnen mit Gott selbst. Gott entwirft (oder plant, berät) und danach führt er aus. Gottes Pläne sind hierbei immer vollkommen und nicht mehr zu verbessern, da er über absolute Weisheit und über die Allmacht verfügt, seinen Willen exakt und pünktlich auszuführen.

 

Jes 46,10-11: „Ich verkündige von Anfang an das Ende, und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen.
11 (…) Ja, ich habe es gesagt, ich führe es auch herbei; ich habe es geplant, und ich vollbringe es auch.“

 

(1.2) Ziele des Herrn Jesus Christus

Schauen wir uns als nächstes den Sohn Gottes an. Jesus Christus stellt in der Welt das Bindeglied zwischen Gott und den Menschen dar, denn er war und ist Gott und Mensch zugleich in einer Person (vgl. 1Tim 2,5). Hatte der Sohn Gottes Ziele für seinen Dienst auf dieser Erde?

 

Joh 4,34: „Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“

Hebr 10,7: „Da sprach ich: Siehe, ich komme – in der Buchrolle steht von mir geschrieben –, um deinen Willen, o Gott, zu tun!“

 

Jesus Christus bezeichnet es als seine Speise, den Willen des Vaters im Himmel zu tun. Dieser Gehorsam war sein „tägliches Brot“ und er wurde bereits im Alten Testament durch die Propheten angekündigt (vgl. Jes 53). Hat Jesus Christus seine Ziele erreicht?

 

Joh 17,4: „Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll.“

Joh 19,30: „Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.“

 

Derr Herr Jesus Christus hat alles erreicht, was er erreichen sollte, er hat das Werk des Vaters am Kreuz vollendet. „Na das ist ja auch völlig klar“, wirst du vielleicht sagen, „denn Jesus Christus ist ja nicht nur Mensch, sondern zugleich auch Gott. Sein Leben kann man letztlich nicht mit uns einfachen Menschen vergleichen. Jesus kennt die Zukunft und alle Fakten der Gegenwart – wir hingegen sind schwach.“ Schauen wir uns daher nun den Gläubigen an.

 

(1.3) Der Gläubige und seine Ziele

Lebt und handelt der Gläubige (aus Sicht der Schrift) zielorientiert? Gott hat die Gläubigen schon vor Grundlegung der Welt dazu bestimmt, Christus ähnlich zu werden. Was bedeutet es für uns persönlich, dass Gott uns Christus gleichförmig machen wird? Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, dass Gott dieses Ziel mit uns hat?

 

Röm 8,29: „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

2Petr 3,18a: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!“

 

Was brauchen Pflanzen zum Wachsen? Sonne, Wasser und CO2. Was brauchen Menschen zum Wachsen? Brot und Wasser. Als Gläubige können wir Brot und Wasser natürlich auch geistlich deuten auf den Herrn Jesus Christus in uns, das Wort Gottes und den Geist Gottes. Dieses Brot und Wasser sind für unser geistliches Leben unverzichtbar. Gegenüber Pflanzen haben wir Menschen außerdem den Vorteil, dass Gott uns mit einem Geist und mit Entscheidungsfähigkeit geschaffen hat, und dass wir uns körperlich und geistlich fortbewegen können (sofern wir körperlich und geistlich gesund sind). Wir können dorthin gehen, wo es gute und ausreichende geistliche Belehrung gibt. Gleicherweise können wir geistlich dürre Orte meiden, es sei denn, wir haben das konkrete Ziel, diese Orte zu bewässern. Schauen wir uns als letzten Schritt den ersten Heiden-Missionar an.

 

(1.4) Der Apostel Paulus und seine Lebensziele

Lebte und handelte der Apostel Paulus zielorientiert? Paulus war zwar von Natur aus ein schwacher Mensch wie wir, aber er war auch ein von Gott besonders ausgewähltes Werkzeug. Er hatte das ewige Leben und den Heiligen Geist von Gott empfangen in seiner Errettung und Wiedergeburt. Gott hatte das Herz dieses Mannes verändert und seinen Geist dazu befähigt, IHM nachzufolgen und zu dienen. Paulus hatte in der Kraft des Heiligen Geistes den Entschluss gefasst, Gott ohne Einschränkung zu dienen. Gott konnte daher die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Paulus in bemerkenswerter Weise dazu einsetzen, das Evangelium fast in der ganzen damals bekannten Welt zu verbreiten.

 

Phil 3,13-14: „Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt,
14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

1Kor 9,24: „Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt!“

 

Hat Paulus sein Lebensziel erreicht?

 

2Tim 4,7: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“

 

(1.5) Fazit

Gott lehrte es nicht nur seinen Apostel Paulus (der sogar noch nicht einmal ein Neues Testament besaß), sondern er lehrt auch uns heutige Gläubige durch die Bibel, wie wir Ihm wohlgefällig leben können, wie wir ein sinnerfülltes Leben führen können und wie wir vor falschen und wertlosen Zielen und Wegen bewahrt bleiben.

 

Eph 4,17-18+20: „Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes,
18 deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens;
20 Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt;“

 

Das Schriftwort redet über zwei Gruppen von Menschen, nämlich die Gläubigen und die „übrigen Heiden“ (die nicht an Jesus Christus glaubenden Menschen aus den Nationen der Welt). Wen wollen wir zum Vorbild haben? Sicherlich nicht die zahlreichen Menschen, welche auch in unserer äußerlich hoch entwickelten Welt letztlich doch mit verfinstertem Verstand und verhärtetem Herzen ein aus der Sicht Gottes und seiner Ewigkeit sinnloses Dasein fristen. Vielmehr haben wir aus den soeben geschilderten Dingen erkannt, dass uns die Bibel zahlreiche positive und nachahmenswerte Vorbilder zur Verfügung stellt.

 

 

(2) Ablenkungen im Leben eines Christen

Nachdem wir uns im vorhergehenden Kapitel mit der positiven Seite, also mit den sinnvollen Zielen für unser Leben beschäftigt haben, möchten wir uns nun die negative Seite etwas näher anschauen, also die Dinge, welche uns von der Verwirklichung sinnvoller Lebensziele abbringen wollen.

Nahe verwandt mit dem Wort Ablenkung ist das Wort Zerstreuung. Ablenkung bedeutet „ein Abweichen vom vorgesehenen Weg“, es bezeichnet somit eine eigentlich nicht vorgesehene und auch nicht immer sinnvolle Richtungsänderung. Das Wort Ablenkung kommt in der Bibel nur ein einziges Mal vor, und zwar in 1Kor 7,35. Im Zusammenhang der betreffenden Schriftpassage geht es um die Frage, ob ein gläubiger Christ heiraten oder besser ledig bleiben soll. Verheiratet sein wird als (mögliche) Ablenkung von der Sache des Herrn angesehen.

Natürlich ist die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott eingesetzt worden, und sie wird in der Bibel als die Lebensgemeinschaft zwischen einem gläubigen Mann und einer gläubigen Frau durchgehend als etwas Positives dargestellt. Der Schwerpunkt im menschlichen Leben wird dennoch durch das Heiraten oftmals mehr zu den Dingen dieser Welt hin verlagert.

 

1Kor 7,35: „Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu werfen, sondern um des Anstandes willen, und damit ihr ohne Ablenkung beständig beim Herrn bleiben könnt.“

1Kor 7,32b-33: „Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt,
wie er dem Herrn gefällt;
33 der Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie er der Frau gefällt.“

 

Verschiedene andere Arten der Ablenkung von unserer täglichen Routine müssen auf unserem Glaubensweg natürlich nicht unbedingt negativ sein. Gott schickt uns manchmal bewusst Situationen, Probleme oder auch Gelegenheiten, durch welche wir unseren Glauben unter Beweis stellen können. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Luk 10,30-36) ist solch ein schönes Beispiel für eine positive, von Gott geschickte Gelegenheit. Wir werden später noch einmal auf dieses Gleichnis zurückkommen.

Ein Beispiel für eine negative Ablenkung finden wir in der Geschichte von Martha und Maria:

 

Luk 10,38-42: „Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
39 Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu.
40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft!
41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles;
42 eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!“

 

Maria setzt sich zu Jesu Füßen und hört seinem Wort zu. Martha macht sich viel zu schaffen mit der Bedienung der Gäste. Nachdem Martha sich bei Jesus über ihre Schwester beschwert, wird sie vom Herrn sanft getadelt. Hat Martha etwas grundlegend Falsches getan? Eigentlich nicht. Sie hat jedoch in ihrem an sich guten Tun das Beste verpasst. Sie hat Gastfreundschaft am Herrn geübt und sich auf die praktischen Erfordernisse konzentriert. Leider hat sie dabei versäumt, den Dienst des Herrn für sich selbst anzunehmen, nämlich das Hören seines Wortes in seiner Gegenwart. Sie hat sogar noch versucht, auch ihre Schwester Martha vom Hören des Wortes abzuhalten.

In unserem Alltag geschieht oft etwas sehr Ähnliches. Wir sind mit vielen Erfordernissen und praktischen Herausforderungen konfrontiert, welche wir zu bewältigen haben. Es ist an sich auch wirklich gut, diese Dinge in gottgemäßer Art und Weise zu tun. Das gilt sowohl für das normale weltliche Leben als auch für den Dienst im Reich Gottes. Wenn jedoch in gewissen Augenblicken Gott in unserer Mitte als Gemeinde oder Familie gegenwärtig ist oder wenn er in der Stille zu uns allein reden möchte, dann sollten wir still sein und ihm zuhören.

Vielleicht war Martha für ihre Kochkünste bekannt. Vielleicht wollte sie diese Fähigkeit vor dem Herrn demonstrieren. Dadurch hätte sie sich jedoch in den Vordergrund gedrängt und das Wichtigste aus den Augen verloren. So etwas kann auch uns schnell passieren, wenn wir uns selbst mit unseren Gaben, Fähigkeiten oder Fertigkeiten in den Mittelpunkt stellen. Alles was wir haben, haben wir nur empfangen, es kommt letztlich vom Herrn und nicht von uns.

Auf den zurückliegenden Seiten haben wir einen kurzen Einblick in einige positive und negative Arten von Ablenkung bekommen. Wir möchten nun auf dieser Grundlage zu dem eigentlichen in unserer Überschrift angeführten Thema kommen, nämlich zum Umgang mit unserem Smartphone. Das Smartphone stellt geistlich betrachtet eine der ganz großen (und meist negativen) Ablenkungsmöglichkeiten in unserem gegenwärtigen hochtechnisierten Alltagsleben dar. Daher wollen wir uns im Folgenden dieses Gerät etwas genauer anschauen.

 

 

(3) Wie das Smartphone uns vom geistlichen Wachstum ablenken kann

Smartphones können auf unser Leben viele unterschiedliche Auswirkungen haben. Sie können im negativen Sinne als sprichwörtliche „Nervensäge“ fungieren, oder uns im übertragenen Sinne als „elektronische Fußfessel“ an den Arbeitsplatz anketten, und zwar auch gerade  dann, wenn wir eigentlich gar nicht da sind. Schließlich können sie uns einfach von wichtigen Dingen ablenken, indem sie uns zerstreuen. Sie können uns andererseits in positiver Hinsicht als ein persönlicher „elektronischer Assistent“ oder als ein „treuer und zuverlässiger Reisebegleiter“ dienen, bisweilen auch als Mittel für die schnelle Verbindung zu einem Gespräch mit Freunden, auch auf große Entfernungen. Welche Funktion(-en) nimmt das Smartphone in Deinem Leben ein?

Smartphones sind nicht ungefährlich, da sie für uns sehr leicht zum Götzen werden können. Sie sind aber andererseits nützlich, da sie unser praktisches Leben auf vielerlei Art und Weise unterstützen können. Im Gegensatz zu anderen Dingen hat gerade das Smartphone hierbei einen oft unterschätzten Einfluss auf unser geistliches Leben, bisweilen sogar eine gewisse Macht darüber. Es kann unser geistliches Wachstum in weiten Teilen behindern oder sogar ganz zum Stillstand bringen. Durch das Smartphone wird unser Leben im ungünstigsten Fall hektisch und bisweilen chaotisch. Dieses Gerät beinhaltet nämlich potentiell ein virtuelles Paralleluniversum, das (im schlimmsten Fall) unsere ganze Zeit beanspruchen kann.

Smartphones (aber auch normale PCs) stellen uns in ein geistliches Spannungsfeld hinein, welches schon der Apostel Paulus zu seiner Zeit (damals zwar aus anderen praktischen Gründen, jedoch mit den gleichen geistlichen Konsequenzen) beschrieben hat:

 

1Kor 6,12: „Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt – aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“

 

Auf der einen Seite des Spannungsfeldes steht die „Freiheit in Christus“. Christus hat uns frei gemacht von der Macht der Sünde und des Gesetzes. Als erlöste Sünder brauchen wir uns vor Gottes Gericht nicht mehr zu fürchten. Auf der anderen Seite steht die Sucht nach vergänglichen Dingen. Wir streben nach Anerkennung, finanzieller Sicherheit, Spaß, Bequemlichkeit und vielen Dingen, die in letzter Konsequenz für die Ewigkeit irrelevant sind.

Wie oben bereits im Hinblick auf die Ehe erwähnt, ist selbstverständlich nicht alles, was auf das irdische Leben bezogen ist, negativ zu bewerten. Wir sind Menschen mit einem irdischen Leib, folglich haben wir auch irdische Bedürfnisse. Aber genau wie bei der Ehe sehen wir in 1Kor 6,12, dass irdische Bedürfnisse bisweilen zu einem Hindernis für die Verwirklichung geistlicher Ziele werden können, und genau dann müssen wir sehr vorsichtig werden.

Ein passendes Beispiel für ein solches geistliches Spannungsfeld stellen unsere Online-Aktivitäten dar. Als Christen haben wir ein weites Spektrum an Möglichkeiten, uns online geistlich im Dienst für den Herrn und sein Reich zu engagieren. Wir können Predigten bekannter Prediger überall auf der Welt hören. Wir können diese Predigten auf unseren Facebook-Seiten teilen oder die Links per E-Mail oder WhatsApp verschicken. Auch der „normale“ Christ kann auf diese Weise zu einem Publikum von einigen Hundert Facebook-Freunden reden. Diese Möglichkeiten gab es in der Geschichte noch nie. Wir müssen jedoch immer wieder neu die Motivation und die Gewohnheiten unserer Online-Aktivitäten (und unserer Handynutzung im Allgemeinen) hinterfragen. Ich denke, dass wir gerade in Bezug auf unsere geliebten Smartphones eine neue Selbstdisziplin im Leben benötigen, und dass wir unsere Prioritäten immer wieder neu überdenken müssen.

Jeder von uns nutzt sein Smartphone (oder seinen heimischen PC) auf unterschiedlichste Art und Weise. Die folgenden vier Fragen möchten uns dazu anregen, das eigene Nutzungsverhalten zu analysieren und evtl. auch zu hinterfragen:

  • Sind wir eher Konsumenten oder Ersteller von Online-Informationen?
  • Fokussieren wir uns eher auf zeitlose oder auf zeitbezogene Informationen?
  • Sind die Bilder und Texte, mit denen wir unser Bewusstsein und unsere Gedankenwelt füttern, geistlich wertvoll oder eher wertlos?
  • Haben unsere Online-Unterhaltungen einen Bezug zum realen Leben oder betreffen sie eher virtuelle Communities mit fragwürdigen oder gar sinnlosen Inhalten?

 

(3.1) Geschichte der Technik

Um das Smartphone als eines der modernsten technischen Geräte verstehen zu können, müssen wir zunächst einen kurzen Abstecher in das Thema der Technik machen. Das Wort Technik stammt aus dem Griechischen (technikos) und bedeutet so viel wie Kunst, Handwerk oder Kunstfertigkeit.

Technik entsteht aus zwei Ressourcen: Zum einen aus der Intelligenz des Schöpfers, die er seinen Geschöpfen verliehen hat. Zum anderen aus in der Schöpfung vorhandenen Materialien und Bodenschätzen. Technik ist gewissermaßen die Neuordnung von Rohmaterialien und ihre Nutzbarmachung für menschliche Zwecke. Von ersten technischen Errungenschaften berichtet uns die Bibel schon kurz nach dem Sündenfall (vgl. 1Mo 4,22).

 

Wozu ist Technik gut, und wozu nicht?

(1) Technik kann die Folgen des Sündenfalls mildern. Nach dem Sündenfall belegte Gott die Schöpfung mit einem Fluch und das Gebären von Kindern mit großen Schmerzen. Durch medizinische Technik konnte die Mütter- und Säuglingssterblichkeit enorm gesenkt werden. Zudem können Frauen heute von schmerzstillender Technik bei der Geburt profitieren.

Seit dem Sündenfall mussten Adam und Eva sowie alle ihre Nachkommen in der Landwirtschaft mit großer Mühe die Nahrung dem Erdboden abringen und dabei gegen Disteln und Dornen sowie Schädlinge  kämpfen. Durch Technik waren Landwirte in der Lage, Sensen und Pflüge zu entwickeln, sowie Pferde oder Rinder zum Pflügen der Felder einzusetzen. Heute setzen Landwirte riesige Traktoren und unkrautvernichtende Technik ein, um den Ernteertrag zu steigern.

 

1Mo 3,16-17: „Zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; (…)
17 Und zu Adam sprach er: (…) Mit Mühe sollst du dich [vom Erdboden] nähren dein Leben lang;“

 

(2) Technik kann dem Lob Gottes und der Verbreitung des Evangeliums dienen. An vielen Stellen in der Bibel (vor allem im AT) lesen wir, dass Menschen Musikinstrumente dazu genutzt haben, Gott zu loben und anzubeten.

Musikinstrumente stellen eine wunderbare Verbindung dar von schöpferischer Intelligenz (Wissen über Tonhöhen, Schwingungen etc.) und besonderen, von Gott bereitgestellten Materialien (bestimmte Hölzer, Metalle, Tierhäute etc.).

 

2Sam 6,5: „David und das ganze Haus Israel spielten vor dem HERRN mit allerlei [Instrumenten aus] Zypressenholz, mit Zithern und mit Harfen, mit Tamburinen und mit Schellen und mit Zimbeln.“

2Chr 30,21: „So feierten die Kinder Israels, die sich in Jerusalem befanden, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den HERRN alle Tage mit Instrumenten zum Preis der Macht des HERRN.“

Amos 6,5: „Sie fantasieren auf der Harfe und erfinden Musikinstrumente wie David;“

 

Durch die Erfindung der Schreibkunst konnten wichtige Texte bewahrt und weitergegeben werden. Geschrieben wurde zunächst auf Steine, später auf Tierhäute und Papyrus. Die Texte der Bibel konnten auf diese Weise fixiert und sicher aufbewahrt werden. Eine sehr bedeutende Erfindung des späten Mittelalters war die Druckerpresse, welche es ermöglichte, Bücher in großen Stückzahlen zu drucken. Heute können wir uns kaum noch vorstellen, dass vor dieser Erfindung jedes einzelne Buchexemplar von Hand geschrieben bzw. abgeschrieben werden musste. In neuerer Zeit ist nun noch ein weiterer Schritt bei der Verbreitung des Evangeliums eingetreten, nämlich die Erfindung des Internets. Über zahlreiche Internetseiten (wie die des Schreibers des vorliegenden Textes: www.dieletztestunde.de) ist es nun möglich, Menschen aus aller Welt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.

 

(3) Technik bedeutet natürlich auch Macht für denjenigen, der sie kontrolliert. Im positiven Sinn können Menschen z.B. Tiere bändigen, die stärker, schneller und größer sind als sie selbst (vgl. 1Mo 1,26). Im negativen Sinn kann Technik zur Entwicklung von Kriegsgeräten eingesetzt werden, mit welchen Herrscher ihre unersättliche Gier nach Macht befriedigen. Menschen nutzten und nutzen Technik zudem nicht nur dazu, andere Menschen zu unterdrücken sondern auch dazu, offen gegen Gott zu rebellieren. Ein Beispiel hierfür finden wir beim Turmbau zu Babel, mit welchem die Menschen schon kurz nach der Sintflut begonnen hatten.

 

1Mo 11,4: „Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!“

 

(4) Technik kann schließlich auch zum reinen Selbstzweck werden. In diesem Fall verliert sie jedoch ihre Stellung als ein nützliches Werkzeug. Sie wird vielmehr zu einem Spielzeug, welches unsere Zeit in Anspruch nimmt, ohne irgendeinen echten Wert zu generieren.

 

Technik ist zwar nicht in sich selbst böse, sie kann aber leicht in den Dienst der menschlichen Selbstüberhebung gestellt und somit als Instrument zur Erreichung einer scheinbaren menschlichen Autonomie über die Schöpfung Gottes und sogar über Gott selbst missbraucht werden. Seit dem Zeitalter der Aufklärung und mit zunehmendem technischem Fortschritt sind in unserer Zeit immer mehr Menschen der Überzeugung, sie bräuchten keinen Gott mehr. Für viele Menschen ist die Technik zu einer Ersatzreligion herangereift, in welcher man nur noch auf das schaut, was technisch alles möglich ist und in diesem Wahn die Grenzen dieser Technik völlig aus den Augen verliert.

Eines kann Technik nämlich nicht, und sie wird es auch niemals vermögen: Dem Menschen seine Sünden zu vergeben, ihm das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott zu schenken und ihn dadurch in eine sinnerfüllte und niemals mehr endende Beziehung zu seinem Schöpfer hineinzubringen. Im 19. Jhd. prägte Nietzsche den berühmten Satz „Gott ist tot“. Heute wissen wir, dass Nietzsche tot und Gott lebendig ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Auch in unserer Zeit hat Gott noch immer die Kraft und den Willen, Menschenherzen anzurühren und sie mit dem Evangelium zu konfrontieren.

Als Christen sollten wir daher technischen Neuerungen weder zu positiv noch zu negativ gegenüberstehen. Technische Innovationen sollten uns vielmehr zu einer objektiven Betrachtung und zu einer biblischen Besinnung über die jeweiligen Vor- und Nachteile einladen.

 

(3.2) Wir sind süchtig nach Ablenkung

Nach diesem kurzen und auf einige wenige Aspekte begrenzten allgemeinen Überblick über die Geschichte der Technik möchten wir nun unseren Fokus verkleinern und unseren Blick auf das Smartphone als eine der modernsten technischen Innovationen ausrichten. Im Schnitt schauen wir Deutschen 30 Mal pro Tag auf unser Smartphone, 18- bis 24-Jährige sogar 56 Mal. Diese Zahl hört sich zunächst einmal noch gar nicht so schlimm an. Erschütternder ist die tatsächliche Zeit, die der Durchschnittsdeutsche am Handy verbringt: 3,25 Stunden pro Tag. Das sind immerhin 20 % unserer Wachphase.

Wieviel ist Gott Dir wert? Wieviel Prozent deines Einkommens legst du für Ihn beiseite? Und wieviel Prozent deiner Zeit investierst du für ihn? In diesem Zusammenhang kommt mir unweigerlich die bekannte Ausrede in den Sinn: „Dafür habe ich keine Zeit!“. Tatsächlich? Jeder von uns lebt mit der gleichen Geschwindigkeit, uns allen stehen 60 Minuten pro Stunde und 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Das eigentliche Problem liegt also nicht an der Menge an Zeit, die uns zur Verfügung steht, sondern an der Ausrichtung unserer Prioritäten. Richtiger als die genannte Ausrede wäre also die Aussage: „Dazu habe ich keine Lust, und deshalb gebe ich anderen Dingen den Vorzug!“. Bezogen auf den Einsatz im Reich Gottes könnte dies auch bedeuten „Meine Prioritäten sind mir wichtiger als Gottes Prioritäten!“.

Unser ganzes (äußeres) Leben ist auf dem Handy zusammengefasst: E-Mails, Kalender, Standortverlauf, Notizen, Bankverbindung, Kontakte und Nachrichten. Hunderte von Kontakten können uns jederzeit aus unseren Gedanken reißen und uns in der gegenwärtigen Tätigkeit unterbrechen. Etwa 73% der Befragten einer Umfrage gaben an, dass sie E-Mails und soziale Netzwerke eher vor dem täglichen Bibellesen und Beten checken. In dieser Umfrage ging es also um die Prioritäten am Morgen. Mit welchen Gedanken füllst du dich unmittelbar nach dem Aufwachen? Hierzu vielleicht noch eine kleine biblische Analogie:

 

Mat 10,37: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“

Vgl.: „Wer seine [sozialen Medien] mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.

 

(3.2) Warum lassen wir uns von Ablenkungen locken?

Die Gründe, weshalb Ablenkungen für uns so verlockend erscheinen, sind vielfältig. Die wichtigsten davon sollen hier kurz genannt werden.

 

(1) Wir wollen der Realität entfliehen

Die Bibel warnt uns vor drei Gefahren, durch die der Heilige Geist in unserem Inneren gedämpft und unsere Gedanken beständig auf irdische Dinge gelenkt werden können. Wir finden sie im Gleichnis vom Sämann. Mit dem Samen, der unter die Dornen fiel, spricht es diese drei Gefahren an, vor denen wir auf der Hut sein sollen: Sorgen, Reichtum und Vergnügungen.

 

Lk 8,14: „Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.“

 

Ob beruflicher Druck, Aufgaben im Haushalt oder Hausaufgaben für die Schule, wir werden von vielen Seiten und auf unterschiedlichste Art und Weise gefordert. Diese Ansprüche und äußerlichen Pflichten in unserem Leben werden im Gleichnis allgemein mit den Sorgen bezeichnet. In erster Linie sind Sorgen etwas ganz normales und gehören zu einem verantwortungsvollen Leben dazu. Deshalb ist es auch nicht verwerflich, wenn Sorgen manchmal unsere Gedanken vereinnahmen und auf irdische Dinge hin lenken. Der Druck von außen unterliegt meistens Phasen, so dass nach Zeiten der Anstrengung auch wieder Zeiten der Ruhe einkehren. In gewissem Maße gehören Sorgen zu den natürlichen Gemütszuständen unseres Erdenlebens.

Wir dürfen uns aber von Sorgen und Problemen weder niederdrücken lassen, noch dürfen wir die Flucht in die Vergnügungen suchen (wodurch wir die Sorgen nur immer weiter vor uns her schieben), sondern wir müssen (soweit möglich) aktiv werden und nach konkreten Lösungen suchen. Durch Weglaufen und durch Ablenkung mit leeren Vergnügungen werden wir keine Probleme lösen. Aber wenn wir Probleme als Aufgaben betrachten, die uns Gott in den Weg gestellt hat damit wir sie in der Gemeinschaft mit IHM und mit seiner Hilfe lösen, dann können wir durch sie in geistlicher Hinsicht nur  profitieren.

Das Thema Reichtum als dritte Form der Ablenkung möchten wir an dieser Stelle nicht weiter betrachten. Es dürfte weithin bekannt sein, dass das Streben nach irdischen Gütern dem Streben nach geistlichem Wachstum genau entgegensteht.

 

(2) Wir wollen uns (bestimmte) Leute vom Hals halten

Smartphones sind bisweilen auch tragbare Abwehrschilde, welche wir in der Öffentlichkeit aus der Tasche ziehen können, um uns vor Kontakt und Austausch zu schützen. Unserem Gegenüber signalisieren wir dadurch: „Sprich mich nicht an, ich bin beschäftigt!“. Kopfhörer führen dieses Prinzip sogar noch einen Schritt weiter.

Interessant daran ist, dass uns die Handys zwar mit vielen virtuellen Freunden verbinden können, dass sie uns jedoch vom realen Leben trennen. Online suchen wir häufig den Kontakt zu Leuten, die mehr oder weniger die gleiche Meinung wie wir vertreten. Diese Online-Beziehungen können eine Flucht vor herausfordernden Beziehungen zu Mitchristen im direkten Umfeld sein, mit denen man nicht immer einer Meinung ist. Die Bibel weist uns jedoch deutlich darauf hin wie wertvoll es ist, auch mit Menschen in Kontakt zu treten, mit denen man nicht immer „auf einer Wellenlänge“ ist. Die wirklich charakterformenden Kontakte sind voller Ecken und Kanten. Wir brauchen die Reibungspunkte in unseren Beziehungen, um daran zu wachsen und zu reifen.

 

Spr 27,17: „Eisen schärft Eisen; ebenso schärft ein Mann den anderen.“

 

(3) Wir wollen uns von kritischen Gedanken über uns selbst ablenken

Nachdenken, Kopfzerbrechen, eigene Taten reflektieren und in Frage stellen? Lieber eine Runde mit dem Smartphone spielen… Eine ausgewogene Selbstreflexion ist jedoch gut und gesund für unsere Seele. Vielleicht kann uns hier der folgende Vers weiterhelfen, der uns die Kürze des Lebens vor Augen stellt:

 

Ps 90,12: „Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!“

 

Wir können unser Leben mit der Nachspielzeit beim Fußball vergleichen. Die eigentliche Spielzeit ist seit Christi Himmelfahrt zu Ende, wir befinden uns seit etwa 2000 Jahren in der Endzeit. Niemand (mit Ausnahme des Vaters im Himmel) weiß, wie lange dieses „Spiel unseres Lebens“ (welches natürlich aus Gottes Sicht sehr ernst ist) noch läuft. Wir können weder wissen oder berechnen, wann Jesus Christus zum Endgericht erscheinen wird, noch können wir wissen oder berechnen, wann unser Leben hier auf Erden mit dem körperlichen Tod enden wird. Da wir nicht wissen, wann der Abpfiff ist, sollten wir die uns verbleibende Zeit sinnvoll nutzen und nicht verplempern!

 

(4) Wir haben Angst, etwas zu verpassen

Ich will wissen, ich will sehen, ich will dabei sein und dazugehören. Die Angst, etwas zu verpassen wird neudeutsch als FOMO (Akronym für engl.: Fear Of Missing Out) bezeichnet. Bei der FOMO handelt es sich um eine ständig präsente und zwanghafte Sorge, eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen. Besonders jüngere Leute sind gefährdet, diese Art der Angst zu entwickeln. Ständig haben sie das Smartphone-Display vor den Augen um zu sehen, ob eine neue Nachricht eingegangen, eine Katastrophe passiert oder sonst etwas geschehen ist. Denn es tut gut, mit der eigenen „Relevanz“ vor anderen zu prahlen (Ich weiß was, was du nicht weißt).

Die FOMO treibt uns der „Gerade-eben-passiert-Natur“ direkt in die Arme. Wir interessieren uns nur noch für die Dinge, die gerade jetzt aktuell sind. Ältere Informationen sind schlichtweg „Schnee von gestern“. Die ernüchternde Frage für den Jünger Jesu ist jedoch, ob unsere Aufmerksamkeit bei alledem auf etwas Wertvolles gerichtet ist. Ist es in Gottes Augen wirklich immer wertvoll, wenn ich meine Zeit in WhatsApp, auf Nachrichtenseiten oder mit YouTube verbringe?

Auch wenn der Begriff FOMO recht neu ist, so ist die dahintersteckende Neugierde schon seit Anbeginn der Menschheit vorhanden. Der Geburtsort der FOMO befindet sich nämlich im Garten Eden.

 

1Mo 3,5: „Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“

 

Die einzige in Gottes Augen wertvolle und somit berechtigte FOMO ist die Angst, die Ewigkeit zu verpassen. Kennst Du Jesus Christus? Hast Du die hundertprozentige Sicherheit, dass er auch für Deine Sünden am Kreuz gestorben ist und dass Du die Ewigkeit mit Ihm verbringen wirst? Wenn nicht, dann möchten wir Dir den Text „Das Evangelium“ auf unserer Website www.dieletztestunde.de sehr ans Herz legen. Wenn Du bereits Frieden in Christus gefunden hast, dann ist der Stachel des Zukurzkommens für alle Ewigkeit entfernt.

 

(3.3) Was sind die Folgen dieser Ablenkungen?

Genauso wie die Gründe, weshalb wir uns von Ablenkungen locken lassen, so sind auch die Auswirkungen dieser Ablenkungen vielfältig. Drei wesentliche und für das christliche Leben schwerwiegende Folgen wollen wir kurz ansprechen.

 

(1) Wir ignorieren unseren Nächsten

Lenkt meine Smartphone-Nutzung mich von den Nöten derjenigen Menschen ab, die Gott mir in den Weg stellt? Im Lukas-Evangelium antwortet Jesus einem Gesetzesgelehrten, der ihn fragt, was man tun müsse, um das ewige Leben zu erben.

 

Luk 10,27: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!“

 

Zwar lehrt die Bibel ganz klar, dass wir niemals durch eigene Werke gerettet werden können, dennoch sind sowohl die Frage des Gesetzesgelehrten als auch die Antwort des Herrn darauf für uns interessant. Die Frage zeigt, dass sich dieser Jude ernsthafte Gedanken um die Ewigkeit machte. Er wusste, dass nicht einfach alle Menschen das ewige Leben geschenkt bekommen. Was muss man also tun, um in diese ausgewählte Schar der für das ewige Leben bestimmten Menschen aufgenommen zu werden? Wie klug von dem Gesetzesgelehrten, nicht irgendwo nach einer Antwort zu suchen, sondern mit der Frage direkt zur Quelle der Weisheit zu gehen.

Die Antwort Jesu bringt uns eine klare biblische Lehre. Wie oft beschäftigen wir uns nur mit uns selbst, wie oft drehen sich unsere Gedanken nur um uns, um unsere Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen. Der Herr Jesus sagt hier, dass das größte, was wir im Leben haben können, die Gemeinschaft mit Gott und mit den Menschen in unserer Umgebung ist. Genau diese beiden Beziehungen werden durch eine übermäßige Smartphone-Nutzung angegriffen.

Schauen wir uns noch eine weitere Bibelstelle an, und zwar das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Jesus nutzt dieses Gleichnis, um dem eben bereits genannten Gesetzeslehrer zu erklären, wer denn genau sein Nächster ist.

 

Luk 10,30-31: „Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halb tot liegen, so wie er war.
31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog;
und als er ihn sah, ging er auf der anderen Seite vorüber.“

 

Nach dem Priester ging auch ein Levit an dem Verletzten vorüber und ließ ihn liegen. Schließlich kam ein Samariter (ein von den Juden verachtetes Volk), der sich liebevoll um den Verletzten kümmerte und der für alles sorgte, was für die Genesung des Verletzten nötig war. Der Verletzte ist in diesem Bild eine von Gott gegebene Herausforderung, eine Ablenkung vom vorgeplanten eigenen Weg des Menschen, der Samariter ist ein Bild für den Herrn Jesus selbst. Wie würde der Vers 31 wohl auf unsere Zeit übertragen lauten? Wären wir mit unserem Handy achtlos vorbeigegangen? Auch hier wieder eine kleine biblische Analogie:

 

 „Es traf sich aber, dass ein Smombie mit aktivem Display und Earbuttons dieselbe Straße hinabzog;
und da er weder sehen noch hören konnte, ging er auf der gleichen Seite vorüber.“

 

(2) Wir ignorieren unsere eigene Seele

Lenkt mein Smartphone mich von meinen eigenen Sorgen und Nöten ab? Durch übermäßigen Smartphone-Konsum schotten wir uns nicht nur von der Außenwelt ab, wir verschließen uns auch vor uns selbst. Noch vor wenigen Jahren hatten Menschen immer wieder kurze Ruhepausen, etwa beim Busfahren, zuhause oder beim Warten auf einen Termin. Diese Ruhepausen konnten sie zum Nachdenken und zum Gebet nutzen. Heute werden Leerlaufzeiten immer häufiger dazu genutzt, neue Informationen aus dem Smartphone zu quetschen.

Zeitweise Einsamkeit – z.B. in den frühen Morgenstunden – ist aber unentbehrlich für geistliche Gesundheit und für Erfolg in den geistlichen Kämpfen, mit denen wir jeden Tag konfrontiert sind.

 

Ps 88,14: „Ich aber schreie zu dir, HERR, und am Morgen kommt dir mein Gebet entgegen.“

 

Der Satan weiß um diese Wichtigkeit, daher will er uns von Bibellesen und Gebet abhalten oder wenigstens unsere Gedanken zerstreuen. Dieses Bestreben des Widersachers muss uns bewusst sein, dagegen müssen wir ankämpfen! Digitale Technik darf nicht alle stillen Lücken unseres Lebens füllen.

 

 

(3) Wir verlieren den Sinn des Lebens aus den Augen

Smartphones ermöglichen es uns Informationen auszutauschen, die quasi bedeutungslos sind. Ob Eilmeldungen, Push-Nachrichten oder der Piepston einer WhatsApp-Nachricht – unsere Handys machen uns anfällig für die Dringlichkeit des Augenblicks. Die Wahrnehmung wird auf das Hier und Jetzt fixiert.

Als Menschen sind wir jedoch für die Ewigkeit geschaffen. Im Hier und Jetzt sollten wir daher Dinge tun, die Ewigkeitswert besitzen. Durch übermäßigen oder sogar suchtartigen Smartphone-Konsum verlieren wir unseren Platz in der Geschichte – und wir verlieren nach und nach unser Verständnis vom Sinn des Lebens.

 

(3.4) Mit dem Smartphone smart leben

Wir haben nun einige kritische Punkte zur Smartphone-Nutzung beleuchtet. Für Christen, die dem Herrn in jeder Hinsicht konsequent nachfolgen möchten drängt sich nach alledem bisweilen sogar die Frage auf, inwieweit wir überhaupt dazu berechtigt sind, unsere kostbare Lebenszeit mit irgendwelchen Belanglosigkeiten zu verschwenden.

 

1Kor 6,19-20: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“

 

Diese Aussage von Paulus gibt uns einen deutlichen Hinweis. Gott hat uns durch das Blut seines geliebten Sohnes teuer erkauft. Wir sind befreit von der Macht der Sünde und des Todes. Sollten wir im Gegenzug nicht Gott dankbar sein und ihn mit unserem Leib und mit unserem Geist verherrlichen? Den Vers Luk 10,27 haben wir oben bereits zitiert, des Zusammenhangs wegen wollen wir ihn aber nochmals anführen:

 

Luk 10,27: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!“

 

Die zwei größten Gebote, die unsere Identität definieren, bestehen darin, Gott zu lieben und unseren Nächsten zu lieben. Die Erfüllung dieser beiden Gebote wird unter einer übermäßigen oder gar suchtartigen Smartphone-Nutzung unter Umständen stark zu leiden haben.

Es mag positive Ausnahmen geben, aber üblicherweise schwankt unser Smartphone-Konsum ständig zwischen nützlicher Effizienz und sinnloser Gewohnheit hin und her. Francis Schaeffer wies einmal darauf hin, dass Christen mit zwei Rahmenbedingungen leben: Was der Mensch tun kann und was der Mensch tun sollte. Als Christen sollten wir uns somit nicht fragen: „Was kann ich mit meinem Handy alles machen?“ sondern „Was sollte ich mit meinem Handy machen?“ Es mag eine schöne Vergnügung für dich sein, wenn du mit einer Akku-Ladung 10 Stunden in YouTube verbringen kannst, aber es ist sicherlich nicht nützlich. Sinnvoller hingegen wäre es, 10 Minuten seiner Handynutzungszeit dafür zu verwenden, den eigenen Facebook-Followern einen guten geistlichen Gedanken mitzuteilen.

 

1Kor 6,12: „Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt – aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“

 

Konkrete Möglichkeiten zur Einschränkung des Smartphone-Konsums

Bevor wir konkrete Maßnahmen zur Reduzierung des Smartphone-Konsums vorschlagen, wollen wir zunächst dazu anregen das eigene Smartphone-Nutzungsverhalten zu hinterfragen. Bitte beantworten Sie für sich selbst die folgenden vier Fragen.

Wie sieht meine Smartphone-Nutzung aus?

  • Zeigt sie eine Sucht nach zeitraubenden Vergnügungen?
  • Hält sie mich von Gemeinschaft mit Gott ab?
  • Bezieht sie sich womöglich viel zu viel auf das andere Geschlecht?
  • Dient sie der Erbauung Christi und seiner Gemeinde?

 

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie Ihren Smartphone-Konsum reduzieren sollten, könnten Ihnen die folgenden Tipps vielleicht eine konkrete Hilfe sein.

 

Tipps zur Reduzierung des Smartphone-Konsums:

  • Tipp Nummer 1: Das eigene Nutzungsverhalten analysieren
    Neue Smartphones (oder auch bestimmte Apps) schlüsseln dem Nutzer genau auf, wie viel Prozent seiner täglichen Handynutzungszeit er in welcher App verbracht hat. Zudem stellen sie in einem Diagramm übersichtlich dar, wie viel Zeit er in einem bestimmten Zeitraum pro Tag vor dem Display verbracht hat. Ich möchte Sie sehr dazu ermutigen, diese Auswertungen zu nutzen.
     
  • Tipp Nummer 2: Einen Wettbewerb starten
    Für manche Leute mag es motivierend sein, einen Wettbewerb mit Gleichgesinnten zu starten. Wer verbringt mehr Prozent seiner Handy-Nutzungszeit in einer Bibel-App oder wer schafft es, die tägliche Handynutzungszeit am stärksten zu reduzieren?
     
  • Tipp Nummer 3: Eine Uhr und einen Wecker anschaffen
    Falls wir nicht schon sofort am Morgen mit der Handysucht konfrontiert werden wollen, dann mag ein klassischer Wecker eine gute Alternative zur Wecker-App sein. Haben wir ein Problem damit, ständig die Uhrzeit wissen zu wollen und findet unser Handy anschließend nicht mehr den Weg zurück in die Tasche, dann ist vielleicht der Rückschritt zur Armbanduhr eine Lösung. Die Möglichkeiten sind vielfältig, wir müssen kreativ sein. Übrigens sollte es keine Rolle spielen, was andere Menschen von unseren Maßnahmen halten. Es geht um die Stärkung der persönlichen Beziehung zu Gott, und das hat in unserem Christenleben die absolute Priorität. Lass die Welt nur  machen!
     
  • Tipp Nummer 4: Verzichtszonen einrichten
    Wie wäre es, wenn Sie versuchen würden, in bestimmten Räumen zuhause (z.B. Schlafzimmer, Küche, Toilette) oder auf der Arbeit Ihr Smartphone gar nicht mehr zu nutzen? Oder wie wäre es, wenn Sie als Eltern das Smartphone immer dann nicht nutzen, wenn Sie mit den Kindern zusammen sind. Oder umgekehrt als Kinder die gemeinsame Zeit mit den Eltern als Smartphone-freie Zeit einrichten?  Oder, oder, oder…

 

 

(4) Zielorientiertes Leben – Der Blick auf uns selbst

Wo möchtest Du nächstes Jahr geistlich stehen? Wo in fünf oder in zehn Jahren? Und wo willst du nicht stehen? Vieles von dem, was wir in der Zukunft ernten werden hängt davon ab, was wir in der Gegenwart säen.

 

Gal 6,7-9: „Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
8 Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.
9 Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.“

 

Unser Leittext zum zielorientierten Leben sollte Eph 5,15-17 sein:

 

Eph 5,15-17: „Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;
16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.
17 Darum seid nicht töricht, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist!“

 

Diesen Abschnitt möchten wir nun Vers für Vers auslegen und auf unser Thema anwenden. Aus den drei Versen können wir drei Schritte für eine zielorientierte Lebensführung ableiten (vom Ende her formuliert):

1. Den Willen des Herrn verstehen – Meine Ziele (V. 17)

2. Die Gelegenheiten auskaufen – Meine Analyse (V. 16)

3. Die weise Lebensführung – Meine Planung (V. 15)

 

(4.1) Den Willen des Herrn verstehen – Meine Ziele (V. 17)

 

Eph 5,17: „Darum seid nicht töricht, (oder: ohne Verstand)
sondern versteht, (oder: sucht zu verstehen; setzt euren Verstand ein)
was der Wille des Herrn ist!“

 

Der erste Schritt – das Verständnis von Gottes Willen für unser Leben – ist die Grundvoraussetzung für ein zielorientiertes Leben. Unser Lebensziel sollte darin bestehen, den Willen des Herrn zu suchen, zu finden und praktisch anzuwenden. Alles andere wäre aus der Sicht des Herrn töricht, denn schließlich geht es um den Gehorsam gegenüber Gott. Wo und wie können wir den Willen des Herrn finden? Finden können wir ihn nur, wenn wir uns regelmäßig und beständig mit der „Bedienungsanleitung für unser Leben“, also dem Wort Gottes, beschäftigen. Für das Gelingen unsers Lebens haben wir nur einen einzigen Versuch – daher sollten wir dieses Gelingen nicht einfach dem Zufall überlassen!

Gottes Wille wird nur von einem erneuerten Sinn erkannt und gewollt. Weltförmiges Handeln und Denken verhindern das Erkennen von Gottes Willen.

 

Röm 12,2: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“

 

Unser Leben gelingt aus der Ewigkeitsperspektive nur dann, wenn wir den Willen Gottes nicht nur wissen (also sachlich kennen), sondern ihn auch von Herzen wollen. Sind die Ziele erst einmal klar und ist der Wille entschieden, diese Ziele umzusetzen, dann sind wir schon einen ganzen Schritt weiter.

 

(4.2) Die Gelegenheiten auskaufen – Meine Analyse (V. 16)

 

Eph 5,16: „und kauft die [rechte] Zeit aus, denn die Tage sind böse.“

 

Wir haben keine Zeit, die totgeschlagen werden muss, wir haben nur Zeit, die ausgekauft werden muss. Kaufen bedeutet etwas zu investieren, um als Gegenleistung etwas für mich Wertvolleres zu erhalten. Was wollen wir erhalten bzw. erreichen? Und was bzw. wie viel sind wir bereit zu investieren?

Der erste Analyse-Schritt besteht aus einer Bestandsaufnahme der Ressourcen, die wir für Gott einsetzen können. Welche Mittel können wir für das Erreichen bestimmter Ziele einsetzen? Die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen können in materielle und immaterielle Ressourcen eingeteilt werden. Materielle Ressourcen können beispielsweise Zeit, Kraft, Geld oder ein mir zur Verfügung stehendes Auto sein. Zu den immateriellen Ressourcen zählen besondere Fähigkeiten, Fertigkeiten (z.B. Ausbildung) und geistlichen Begabungen, mit denen Gott uns ausgestattet hat. Jeder von uns hat einen bunten Blumenstrauß immaterieller Ressourcen zur Verfügung, wobei kein Strauß dem anderen gleicht.

Sobald wir uns über unsere materiellen und immateriellen Ressourcen Klarheit verschafft haben, folgt im zweiten Analyse-Schritt die Besinnung. Wir müssen anerkennen, dass alle unsere Ressourcen von Gott sind. Gott hat sie uns anvertraut und als weise Haushalter dürfen und sollen wir sie für Gottes Ziele einsetzen. Zudem müssen wir anerkennen, dass unsere naturgegebenen Ressourcen begrenzt sind. Wir haben also die Aufgabe, sie sinnvoll einzusetzen.

 

1Kor 7,29a: „Das aber sage ich, ihr Brüder: Die Zeit ist nur noch kurz bemessen!“

 

Die Begrenztheit unserer eigenen Ressourcen zwingt uns dazu, Entscheidungen über ihre Verwendung zu treffen. Entscheiden wir uns für die eine Sache, dann müssen wir uns im gleichen Zuge vielleicht gegen eine andere Sache entscheiden. Alles, was wir tun, zehrt an den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, ist also ein Ressourcen-Verbraucher. In der Besinnungsphase stellt sich uns nun die Frage, welche Ressourcen-Verbraucher wir beenden müssen, welche wir beginnen sollten und bei welchen wir noch über deren Sinn nachzudenken haben. Die Frage für uns ganz persönlich ist also: Wie kann ich mit meinen begrenzten Ressourcen das Beste für Gottes Ziele in meinem Leben herausholen?

 

(4.3) Die weise Lebensführung – Meine Planung (V. 15)

 

Eph 5,15: „Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;“

 

In den ersten beiden Schritten haben wir uns Gedanken über Gottes Ziele für unser Leben und über die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Umsetzung dieser Ziele gemacht. Im dritten Schritt kommen wir zu der Frage, was wir konkret tun möchten, um Gottes Ziele zu erreichen? Welche Gewohnheiten gilt es einzuführen, welche gilt es zu brechen?

Die Knappheit der Ressourcen zwingt uns zu einer sorgfältigen Planung. Die Bibel berichtet uns von einem Menschen, der einen Turm bauen wollte, ohne die nötigen Mittel dazu zu haben:

 

Luk 14,28-32: „Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung,
29 damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen
30 und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden!
31 Oder welcher König, der ausziehen will, um mit einem anderen König Krieg zu führen, setzt sich nicht zuvor hin und berät, ob er imstande ist, mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
32 Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen.“

 

Keinem von uns stehen unbegrenzte eigene Ressourcen zur Verfügung. Dies sollte jedoch weder dazu führen, dass wir unsere Ressourcen aufsparen, noch dazu, dass wir erst gar keine konkreten Ziele anstreben, evtl. aus Angst, wir könnten die nötigen Kosten nicht aufbringen. Nein, wir sollen konkrete Ziele anstreben, und wir sollen unsere Pläne mit Gott besprechen. ER wird uns die nötige Weisheit geben und für die benötigten Ressourcen sorgen.

 

Spr 16,3: „Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen.“

 

Nehmen wir uns also einmal die Zeit, unser Leben mit Gott zu durchdenken. Beginnen wir im ersten Schritt mit der grundsätzlichen Lebensplanung. Da Gott uns durch seinen Geist durch unser Leben führen wird, brauchen wir hier noch nicht allzu konkret zu werden. Vielmehr geht es um grundsätzliche Lebensziele und um die Frage, was ich in bzw. mit meinem Leben erreichen möchte. Die Ziele sollten zunächst einmal realistisch und erreichbar sein, so dass wir mit Gottes Gnade später einmal sagen können:

 

2Tim 4,7: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“

 

Anschließend fokussieren wir den Blick auf unsere aktuelle Lebensphase. Was ist gerade jetzt wichtig für unser geistliches Leben?

Was sollte in meiner aktuellen Lebensphase den Vorrang haben, wo ich…

  • …noch in der Schule bin,
  • …noch unverheiratet bin,
  • …noch jung und gesund bin,
  • …schon älter bin und schwächer werde
  • …usw.?

 

Im dritten Schritt fokussieren wir weiter auf unseren Jahresplan. Welche Ziele setzen wir uns für dieses und für nächstes Jahr? Beispielsweise könnten wir uns vornehmen, die Bibel einmal ganz durchzulesen, bestimmte Seminare oder Konferenzen zu besuchen, an einem Missions-Einsatz teilzunehmen, eine Bibelschule zu besuchen oder bestimmte Bibel-Kommentare zu lesen. Auch hier wird Gott uns im Gebet die rechte Führung geben, wenn wir ihn darum bitten. Eines sollte uns aber klar sein: Wenn wir in unserem Lebensschiff die Segel nicht setzen, dann wird der Wind des Geistes Gottes uns auch nicht fortbewegen!

Im letzten Schritt schlagen wir nun ganz konkret den Terminkalender auf und schauen uns unseren aktuellen Wochen- und Monatsplan an. Welche regelmäßigen Termine habe ich und wieviel Zeit nehmen sie in Anspruch? Halten mich weniger wichtige Termine von der Teilnahme an Gemeindestunden oder anderen wichtigen Terminen ab? Wichtige Dinge sollten hier fest und regelmäßig verankert werden, weniger wichtige Dinge hinterfragt oder sogar aus dem Kalender gestrichen werden.

Natürlich sollten wir als gläubige und dem Herrn vertrauende Menschen auf diesem gesamten Gebiet nicht nur rational vorgehen. Viele Geschwister haben in ihrem Glaubensleben die wunderbare Erfahrung gemacht, dass Gott ihnen Dinge geschenkt hat, die weit über ihr eigenes Denken und Wissen hinausgingen. Gerade diejenigen Christen, welche in dem uneingeschränkten Bewusstsein ihrer eigenen Armut und Abhängigkeit vor Gott in einen Dienst hineingingen, durften wunderbare Segnungen in jeder Hinsicht empfangen.

Dies gilt insbesondere auch für solche unter den Christen bis heute noch immer weithin bekannten Geschwister aus vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten, durch welche Gott ganz ohne die Segnungen der modernen Kommunikationstechnik große Dinge in seinem Reich getan hat. Das gläubige Gebet dieser Christen und ihre ungeteilte Herzenshaltung waren ihre Direktschaltung zu Gott, ihr „Internet“, ihr „WLAN“ ihre „Cloud“! Daran hat sich bis heute nicht das Geringste geändert.

Natürlich sollen wir zunächst mit den Ressourcen beginnen, welche uns zur Verfügung stehen, so wie es in unserem voranstehenden Textabschnitt dargelegt ist. Gott möchte nämlich, dass wir in unserer persönlichen Nachfolge zu wirklicher Konsequenz bereit sind. Trachte zuerst nach dem Reich Gottes, und alles weitere wird Dir hinzugefügt werden.

Wir sollten uns jedoch auch stets bewusst sein, dass Gott jederzeit dazu in der Lage ist, unsere „fünf Brote und zwei Fische“ zu vertausendfachen! Wenn Gott sieht, dass Du, lieber Bruder/liebe Schwester es in Deinem Herzen hast, Dich IHM ganz und gar zur Verfügung zu stellen, mit allem was Du hast und was Du bist (und sei es in Deinen eigenen Augen noch so gering), dann kommt der Herr selbst mit ins Spiel. Der Mensch sieht was vor Augen ist, Gott aber sieht auf das was wirklich im Herzen des Dieners ist. Wenn er Deine ganze Hingabe sieht und Dir eines Tages einmal das Ruder Deines Dienstes aus der Hand nimmt, dann können in jeder Hinsicht gewaltige Dinge geschehen, so dass Dir der Atem stockt. Gottes Ressourcen sind nämlich in jeder nur denkbaren und undenkbaren Hinsicht grenzenlos.

 

Konkrete Lebensziele

Wie könnten konkrete Lebensziele aussehen, die wir uns mit Gottes Hilfe zunächst einmal ins Auge fassen? Wir wollen hier beispielhaft einige Vorschläge anführen.

 

Persönliche Heiligung

Der Begriff „Heiligung“ bedeutet in erster Linie „Trennung“ bzw. „Absonderung“, er kann aber auch „Reinheit“ bedeuten. Gibt es eine Diskrepanz zwischen unserem Alltag und dem Sonntag, welche wir abbauen möchten? Gibt es Dinge in unserem Leben, von denen wir uns heiligen, d.h. trennen sollten? Können wir unserem Leben ohne Bedenken das Siegel „rein“ verpassen? Oder sind da noch Ecken und Kanten, die wir mit Gottes Gnade glätten sollten?

 

1Thes 4,3: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet.“

 

Hilfsbereitschaft üben

Wir sind geborene Egoisten. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass wir nicht selbst im Mittelpunkt des Weltgeschehens stehen. Die Bibel lehrt uns, dass wir die Menschen in unserer Umgebung im Blickfeld haben sollen, um ihnen zu dienen. Das JOY-Prinzip kann eine Hilfe sein, den Blick von uns wegzulenken: J = Jesus first, O = others next, Y = yourself last. Wenn wir dieses Prinzip beherzigen, wird Gott uns eine viel tiefere Freude schenken, als es die Welt je tun kann.

 

Gal 6,10: „So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.“

 

Weniger negativ reden

Bei diesem Lebensziel geht es nicht darum, etwas zu tun, sondern vielmehr darum, etwas zu unterlassen. Üble Nachrede ist die größte Krebskrankheit in der Gemeinde. Wie schnell sind auch wir in der Situation, schlechte Taten oder Charaktereigenschaften anderer Menschen zu verbreiten, ob sie nun zutreffen oder nicht. Selbst wenn die Dinge, die wir an andere weitertragen, wahr sein sollten, müssen wir uns dennoch die Frage stellen, ob es auch sinnvoll ist, diese Informationen zu verbreiten. Wären wir in der Situation des vermeintlich Schuldigen, wie würden wir darüber denken, wenn andere unsere Fehler, die vielleicht nur im kleinen Kreis passiert sind, in der Gemeinde und darüber hinaus verbreiten würden? Negatives Reden verbreitet sich schneller als jede Epidemie. Wir wollen nur so über andere reden, wie wir reden würden, wenn der andere anwesend wäre.

 

Spr 13,5: „Der Gerechte hasst Verleumdungen, aber der Gottlose verursacht Schande und Schmach.“

 

Mehr Zeit mit Gott verbringen

Die Veränderung unseres Wesens geschieht nicht durch krampfhaftes Bemühen, sondern durch die Beschäftigung mit der Person und dem Wesen unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Der Heilige Geist selbst verändert uns, er heiligt uns, er verherrlicht den Herrn Jesus. Er schenkt uns das Wachstum im Glauben, welches letztlich nichts anderes ist als das Wachstum in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. Wir können dieses Wachstum nicht selbst „machen“, denn Gott hat uns gepflanzt, und er gibt auch das Wachstum. Wir können aber sehr wohl das Pflänzchen unseres Glaubens gießen und pflegen, um die Bedingungen für das Wachstum zu verbessern. Vielleicht sollten wir uns täglich eine feste Zeit für Gott reservieren. Oder wir planen uns einen regelmäßigen Bibel- oder Gebetskreis ein. Diese Zeiten sollten nicht nur „wenn´s gerade passt“ wahrgenommen werden, sondern regelmäßig, pünktlich und mit höchster Priorität.

 

2Kor 3,18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“

 

 

(5) Zusammenfassende Gedanken

Wie können wir die beiden Themenbereiche „zielorientiertes Leben“ und „Umgang mit Ablenkungen“ sinnvoll miteinander verbinden? Wenn wir genau hinschauen, werden wir erkennen, dass es sich hierbei um zwei Seiten einer Medaille handelt. In unserem geistlichen Leben kämpfen wir an zwei Fronten: Zum einen wollen wir geistliche Ziele erreichen und in unserem Glaubensleben wachsen. Zum anderen werden wir immer wieder durch verschiedenste Arten von Belanglosigkeiten von diesen Zielen abgelenkt. Gegen diese Ablenkungen müssen wir ankämpfen und dabei alle unsere Kräfte einsetzen. Negative Ablenkungen dürfen uns nicht auf unserem Weg aufhalten. Schon gar nicht dürfen sie uns vom richtigen Weg auf irgendwelche Seitenstraßen abbringen.

Aber darf man denn seine Gedanken nicht mal ein bisschen zerstreuen? „Natürlich darf man das!“ ist die Antwort, die Gottes Wort uns gibt:

 

1Kor 6,12: „Alles ist mir erlaubt – aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt – aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“

 

Alles, was nicht im direkten Gegensatz zu den Aussagen der Bibel steht, ist mir erlaubt. Wenn wir jedoch in unserer Beziehung zu Gott weiter heranwachsen wollen, dann sollten wir nicht bei dieser ersten Erkenntnis stehen bleiben. Vielmehr sollte es für uns um die Frage gehen, ob etwas in geistlicher Hinsicht nützlich ist.

Wen hast du zum Vorbild? Im ersten Teil dieses Artikels haben wir uns verschiedene Vorbilder aus der Bibel angeschaut, die große Opfer auf sich genommen haben, um ihr von Gott bestimmtes Ziel zu erreichen. Vergleichst du dein Leben mit solchen positiven Vorbildern oder vergleichst du dich lieber mit deinem direkten Umfeld, also den „übrigen Heiden“ um uns her? Falls dies der Fall ist, dann lies bitte die folgenden Verse sehr genau durch:

 

Eph 4,17-18+20: „Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes,
18 deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens;
20 Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt;“

 

In unserem Leben geht es nicht darum, „besser“ zu sein als andere Menschen. Positive Vorbilder zu haben kann jedoch eine gute Hilfe für uns sein um ein Leben zu führen, in welchem wir die Ziele erreichen können, die Gott mit uns hat. Die Helden des Neuen Testamentes (der Herr Jesus Christus, Petrus, Johannes, Paulus, Timotheus usw.) hatten nicht „allezeit Action“ in ihrem Leben, sondern durchlebten auch etliche Zeiten der Ruhe. Petrus hatte z.B. eine Vision, als er auf dem Dach eines Hauses betete, Paulus war viel auf Reisen und hatte auf den Wegstrecken lange Ruhezeiten. Paulus musste sogar mehrere Jahre in Gefängnissen ausharren und konnte äußerlich überhaupt nicht aktiv sein. Diese Zeiten der Stille haben die Apostel des Herrn nicht mit Ablenkung gefüllt, sondern sie waren stille vor Gott und waren (in Zeiten der Freiheit mit der Möglichkeit zu aktiver Wirksamkeit) sofort zur Stelle, wenn Gott sie rief.

Eine persönliche Frage an dich: Hörst du Gottes leise Stimme in all der lauten Ablenkung deines Lebens? Falls nicht, dann läufst du ernsthaft Gefahr, am Ende deines Lebens dasselbe sagen zu müssen wie der Patient in C.S. Lewis´ Büchlein „Dienstanweisung für einen Unterteufel“:

 

„Nun erkenne ich, dass ich die meiste Zeit meines Lebens damit verbrachte, weder zu tun, was ich hätte tun sollen, noch zu tun, was ich gerne getan hätte.“

 

Sicherlich möchtest du lieber den bereits erwähnten Vers von Paulus hinter dein Leben setzen:

 

2Tim 4,7: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“

 

Diese Entscheidung liegt ganz alleine bei dir. Denn die Frucht des Geistes (Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung; vgl. Gal 5,22) kann nur vollbracht werden, wenn wir am Weinstock bleiben.

 

Joh 15,5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“

 

Nichts und niemand darf uns diese innige Gemeinschaft mit unserem Herrn und Heiland Jesus Christus rauben! Lasst uns darauf achten, negative Ablenkungen bewusst abzuschalten. Fragen wir Gott doch, was er mit unserem Leben vorhat.

 

Eph 5,15-17: „Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;
16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.
17 Darum seid nicht töricht, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist!“

 

Die in diesem Text enthaltenen Gedanken entstammen in großen Teilen den folgenden beiden Werken:

  • Reinke, Tony: Wie dein Smartphone dich verändert, Betanien Verlag, 2018.
  • Seidel, Uwe: Lebe deine Ziele! – Zielorientiert leben als Christ, Vortragsunterlagen, 2014.

 Eigene Gedanken des Schreibers wurden an zahlreichen Stellen hinzugefügt.

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